MB (1070) 1867 Nov. 10 keit zur Rede stellen. Die Sache hat uns 20 kleine Notizen ge- kostet, die S[iebel] sogleich in alle Blätter gebracht hätte, aber nicht konnte, da er das Buch nicht hatte. Ferner muß ich ein Exemplar spätestens am 22. November hier haben, um es Sliebel] nach Madeira zu schicken, wo er dann das Mögliche nach- holen wird. Was soll man aber zu solcher Bummelei sagen? Und das sind die Deutschen, die Selbstregierung verlangen und cannot look after their own business! Von den 3 Artikeln, die ich mitbrachte, haben wir gleich 2 an die Frankfurter Börsenzeitung und an die Düsseld lorfer] Zeitung ız geschickt — letzteres wird Herrn Heinrich Bürgers gut tun mit seinen weisen Bedenken: mein Artikel — ein sehr einfaches Re- ferat, ohne alles Urteil, abgefaßt für eine nationalli berale Zeitung — ist dem Vieh zu bedenklich! Den 3ten nahm er mit, er geht wahrscheinlich an die Barmer Zeitung. Außerdem werden 1 Notizen in allerhand illustrierten und sonstigen Zeitungen er- scheinen, sobald Sliebel] das Buch selbst hat. Ferner wird die Weser-Zeitung a tempo einen Feuilletonartikel von ihm und einen über das Buch erhalten und nur die Wahl haben, Beides oder keins zu nehmen. (Mit den Feuilletonartikeln ködert S[iebel] die Re- 2 dakteure, sie sind verlegen drum, und er läßt sie oft das Honorar in die Tasche stecken.) Andre Einfälle werden ihm schon kom- men, sobald er erst das Buch hat. Ad vocem Freiligrath: Der Biedermann hatte ca. £ 6000 Schulden, £ 4000 bei der Schweizer Bank, vorgeschossen auf Ak- 26 tien der Mansfield Co., die nichts mehr wert sind, und den Rest Ehrenschulden. Das Comite hat diese Schulden mit 5, einzelne mit 10% Dividende arrangiert. Frleiligrath] hat also falliert in optima forma. Die Sammlung wird ca. Taler 30000 betragen. Frleiligrath] habe dem Comite fortwährend den Hals vollgelogen, z% seine Schulden verheimlicht, getan, als wisse seine Frau nichts da. von und dürfe auch nichts davon wissen, so daß sie ihm zuletzt sehr grob geworden seien; selbst an dem Tage, wo er wußte, daß ein Brief aus London ankommen werde, der die Summe der Ehren- schulden auf £ 2000 mitteilte, habe er noch gesagt, es seien bloß ss £ 1500 usw. Kurz, er habe sich kommun und feig benommen. Ich sagte, ich sei fest überzeugt, daß die gute Ida ganz genau Bescheid wisse, worauf er sagte: wie habe sie dann im vorigen Sommer in Barmen noch föten geben können? Denke Dir, die Ida geht betteln und gibt dabei den Angebettelten aus dem noch nicht gezahlten % Gelde schon föten! Ich wundre mich, von Tussy noch keine Empfangsanzeige über meinen Beitrag zum Freiligr [ath]-Begräbnisfonds zu haben. That is not businesslike. Dein F, E. 45 PA Armma th