Die Organifation der gewerblidgen Arbeit in Betrieben. 19

Durftrie, ftreitig zu machen bemüht gemwefen jind. Beide Seiten
in der Entwidhung der Majchinerie — Arbeits: und Kraft
majchine — mitffen eben ftet$ als fich gegenfeitig bedingend
angejehen werden. Gewiß Hätte die gezuügelte Dampffkraft
gar feine vernünftige Verwendung gefunden, wäre nicht eine
ent/prechende Entwicklung der Arbeitsmafchinerie vorausgegangen.
 Andererjeits aber muß man jagen, würde die
Weiterentwichung der lebteren außerordentlich viel langjamer
von jtatten gegangen fein, ohne die in der Erfindung der
Danpfmafchine und (päter des Eleftromotors er] chloffenen
neuen Kraftquellen. Bal. das 3. Kapitel des 3. Abrchnitts.

Zweites KNapitel

Die Organijation der gewerblichen Arbeit in den Vetrieben.

IL Allgemeines.
Damit die gewerbliche Arbeit ihrem Zwed entjprechen kanır,
d. 9. zur Hervorbringung nüßlicher @üter zu dienen vermag,
muß fie, wie alle wirt] chaftliche Arbeit, einer beitimmten Ordnung
 unterworfen werden. Dies erfolgt in den Betrieben.
Unter Betrieh Können wir eine Veranftaltung zum Zwecke
jortgejeßter Werkverrichtungen verftehen. Wenn wir die einzelnen
 Betriebe nach ihrer Verjchiedenheit jondern wollen,
jo ergibt fich als nächftliegendes Unterfcheidungsmerkmal die
Größe, insbejondere die in einem Betrieb zufammengefaßte
Anzahl tätiger Verfonen. Das Kriterium der Größe bzw. der
Rerfonenzahl ijt das bequemite und für die gröberen Zwecke
der Erkenntnis auch ein hinreichend Mares Merkmal. Naturgemäß
 bedient {ich feiner vor allem die Statiftik; nach ihr haben
wir ung gewöhnt, Jog. Mein-, Mittel- und Großbetriebe zu
unterfcheiden. Die deutfche Gemerbeftatijtif insbefondere
nennt KMeinbetriebe alle diejenigen, welche weniger als fünf,
Mittelbetriebe diejenigen, welche zwildhen fedhs bis Fimfzig
be