20 Tie gewerbliche Arbeit und ihre Organifation.

Berfonen, Großbetriebe diejenigen, welche über fünfzig Ver
fonen befchäftigen.
Sür eine tiefere wiffenfdhaftliche Analofe genügt jedoch das
Merkmal der Größe, bzw. der BVerfonenzahl für die Beftim:
mung der verfchiedenen Betriebsformen nicht. Zu diejem Behufe
 empfiehlt e8 fich vielmehr, als Einteilungsprinzip ein jol-Hes
 zu wählen, welches das innerite Wefen der Betriebsgeftaltung
 am beften zum Ausdruck zu bringen vermag. Al8 jolches
erfcheint die Art und Weife, wie die Produktionsfaktoren in
einem Betriebe angeordnet find.
Die Produktionsfaktoren, die Objekte der Unordnung in
einem Betriebe werden Können, ind die menfjhlihe Arbeits:
fraft und die äußere Natur. Wir fönnen jene als den perfönlichen,
 diefe als den fachlichen Produktionsfaktor bezeichnen.
Die „äußere Natur“ ifjt aber eine zu weite UmfHreibung, als
daß wir nicht das Bedürfnis fühlten, etwas genauer zu jagen,
mas darunter zu verftehen fei. Die Natur erjcheint in jedem
Vroduktionsvorgange 1. als Arbeitsbedingung, 2. als Arbeit:
gegenjtand, 3. als Arbeitsmittel. In ihrer erjten Funktion
Ichafft fie die Jadhlihen Bedingungen produktiver Arbeit, ohne
die überhaupt feine Arbeit jtattfinden kann, mögen nun diefe
Bedingungen von Natur gegeben fein, wie die Erde als Standort,
 die Luft als Atmojphäre, die Kräfte; oder erft vom Menichen
 in der ihm dienlihen Form hHergeftellt werden, wie
Urbeitsgebäude, Wege, Kanäle. Der Arbeitsgegenftand ift dasjenige
 Ding, an dem fich die menfcqhliche Arbeit betätigt. Huch
er wird entweber in der Natur fertig vorgefunden wie das
Erz oder die Kohle oder der Feuerftein, den der Menfch zuerft
ergriff, um fich ein Werkzeug daraus zu fertigen; oder aber er
ijt felbft [chon und das der Megel nach Arbeitsprodutt, In
diejem Falle nennen wir den Arbeitsgegenftand NRohftoff. Das
Mrbeitsmittel fennen wir [hon. Wir definierten e8 als ein
Ding oder einen Komplex von Dingen, die der Arbeiter zwi:
chen fich und den AWrbeitegegenftand {chiebt, um fie al3 Macht: