Die Organifation der gewerblidhen Arbeit in Betrieben. 25

in den Anfängen gewerblicher Tätigkeit, d. h. in primittiven
Dandwerksverfalfungen, aber auch in der hHochentwidelten
Bolfswirtfchaft der Gegenwart treffen wir Häufig auf folche
Alleinbetriebe, Hier find eS insbe] ondere die Oroßjtädte, wo fie
nm der Sphäre der Hausinduftrie oft genug auftreten.
Die übrigen Formen des Individualbetriebes find dadurch
gefennzeichnet, daß um den einen hauptfächlichen Arbeiter eine
Unzahl helfender Perfonen gruppiert ift; das fönnen entweder
Samilienmitglieder jein, dann {prechen wir von einem
Samilienbetrieb, wie er in den älteren ländlichen Hausinduftrien
 Häufig vorkommt, oder aber fremde Hilfsperfonen,
die dann zufjammen mit dem Hauptarbeiter dasjenige bilden,
was ich einen ®Gehilfenbetrieb nenne.
8 ijt felbitverftändlich, daß in der Wirklichkeit fich die
Srenzen zwijchen Individual- und Gefelljchaftsbetrieb nach
dem von ung für die Unterfcheidung gewählten Kriterium nicht
immer {charf ziehen laffen. Will man daher die Fülle der Er.
‚heinungen in einer Betriebsfyftematik möglichjt zu faljen
verJuchen, {o wird man zwijchen dem Individualbetrieb und
dem Gefelljchaftsbeirieh eine Gruppe fog. Übergangs:
betriebe einfügen ’müjfen, in denen fich die Kriterien des
Individualbetriebes und des gefellidhaftlichen Betriebes vermijchen,
 die alfo mehr dem einen oder dem anderen TyYpu8 zugehören,
 ohne volljtändig ihn darzuftellen.
Sch will hier diefen Typus der Übergangsbetriebe nicht des
näheren erörtern, jondern nur feftitellen, daß zu ihm gehören
bie erweiterten Gehilfenhbetriebe, der Jndividual-Setrieb
 im großen und der gefellfhaftlidhe Betrieb
im Heinen.

IM Die gefellfjhaftlidhen Großbetriebe.
Die gefellfjchaftlichen Betriebe, wo fie rein auftreten, tragen
auch immer, wie e$ ihrer Natur entfpricht, das Merkmal der
Sröße an fich. Solcher gefellfchaftlicher Grokbetriebe, wie wir