Gewerblidhe Produktion in den Wirt[haftsyjtemen. 27

jizterten Handarbeit verbunden werden [oll. Beifpiele Für diele
Sorm der Manufaktur Jind noch heute die Porzellanmanufaktur
und die Kunfimöbelmanufaktur.
Unter einer Zabrifk verftehe ich diejenige Form des gefell-[chaftlicdhen
 @Großbetriebes, in welchem die entfcheidend wichtigen
 Teile des Produktionsprozejjes von der formellen Mitwirkung
 der Arbeiter unabhängig gemacht, einem felbftätig
wirkenden Syitem leblojer Körper übertragen morden jind.
Das hHarakteriftifhe Merkmal der Fabrik ift alfo nicht, wie man
häufig annimmt, die Einförmigkeit, Majfenhaftigkeit oder [ogar
Minderwertigkeit der Erzeugniffe, es i{t aber auch nicht die
Mafchinentechnik, da durch diefes Merkmal beifpielsweife die
Hemifche Hakrik überhaupt nicht betroffen würde, es i{t bielmehr
 das des automatifchen Produktionsprozeffes.
Objektivierung des Produktionsprozelfes, feine völlige Los:
(öfung von dem lebendigen Menfchen, Jeine Übertragung auf
ein, Syftem leblofer Xörper, die durch Mitteilung einer Hinftlich
erzeugten Kraft gleichjam mit Leben erfüllt werden. Schöhpjung
 eines [elbfttätig wirkenden, an die Stelle des Menfjchen
tretenden Mechanismus, das i{ft eS offenbar, was ung DOr- Omwebt,
 wenn wir von einer Fabrik] prechen oder was wir doch
wenigitens uns gewöhnen [ollten in den Begriff hineinzulegen,
da diefer dann erft feine [pezififch Hare und wertvolle Bedeutung
 für das Syftem der Betriebsformen erhält.

Drittes Rapitel.

die gewerbliche Produktion in den verjchiedenen WirtjOaftsfyjtemen.

dr wirtfehaftlich beftimmtes Gepräge erhält die gewerbliche
 Produktion durch ihre Einordnung in ein beftimmtes
Wirt chaftsjyftem 1). Durch diefes werden feitgelegt:

1) Siehe meine Schrift: „Die Ordnung des Wirtichaftalebens‘‘.
2, Mufl. 1927.