34 Die gewerbliche Arbeit und ihre Organifation.

im eigentliden Sinne, von ebenfalls gewerblichen Arbeitern
anderen Sfonomijchen Charakters unterjcheidet.
Um jene Zwede zu erreichen, die dem Streben des Handwerfer5
 zugrunde liegen, {ebt er num feines ganzes Aönnen ein.
Diefes aber ijt, wie wir wilfen, doch immer vorkvegend eine
technifche Fähigkeit: durch eigenhändige Arbeit alfo muß er
feinen Bielen zuzujtreben juchen. Was feiner Hände Se{chietlichfeit
 zu leiften, mas feiner Uıme Spannweite zu umjchließen
vermag, das ift die Sphäre [eines Wirkens, das alfo als ein unmittelbarer
 Uusfluß Jeiner Perfönlichkeit erfcheint. In diefem
Sinne hat man das „Handwerk“ fehr treffend bezeichnet als den
Ausdruc einer zum Lebensberuf ausgeprägten beftimmten
Zätigkeit des Individuums, die ich [ozufagen foweit ausdehnt,
als die Kraft der einzelnen Hand zu hHerr/chen und zu {chaffen
vermag. Diejer Idee der Arbeit als einer Betätigkeit der Ge-Jamtperfönlichtfeit
 entfpricht die dem Handwerk eigentümliche
Berufsglieberung. Diefe Yt nämlich eine foldhe, daß die Individualität
 eines Menjchen feine Kräfte über einen gewijfen
Kreis von Tätigkeiten erftreden kann und foll, die durch ein
geiftiges Band, durch die Idee eines Ganzen zufammengehalten
 werden; daß eine Ausweitung diefes Kreifes feine Kräfte
zerfplittern muß, während anderfeits, wenn diefe Kräfte in zu
engem Kreife oder wohl gar nur in einer Richtung hin betätigt
werden, der Arbeiter in die Stumpfheit des rein mechanijchen
Betriebes verfinkt. Was gleichfam die qualitative Abgrenzung
der einzelnen Handmwerke Harakterifiert, während die quantitative
 Zuteilung des Wirkungstkreifes deutlichit unter dem Cinfluß
 des Leitfages von der „Nahrung“ fteht. Nach beiden Richtungen
 hin — das wollen wir felthalten — find alfo für die Ab.
grenzung der einzelnen Handwerke {ubjeftive, in der Berfönlichfeit
 des Handwerkers bearündete Momente maßgebend.
Die der hHandmerksmäßigen Organifation der Produktion
am innerlichjten entfpredende Form der Veiriebsgeftaltung
ijt der Individualbetrieb in allen feinen Modalitäten: als