36 Die gewerbliche Arbeit und ihre Organifation.

Jämtlide Berfonenkategorien, alfo auch die Hilfsperfonen —
SGefelle und Lehrling — als Selb{tzwed erjheinen, oder was
dasfelbe ift, als Organ im Dienite eines gemeinfamen Sanzen.
Der Lehrling ijft angehender Gefelle, der Sefelle zufünftiger
Meifter, der Meijter ehemaliger Gefelle, der Gefelle ehemaliger
Yehrling.
2, Die Arten des Handwerk®.,
Wir Können folgende Arten des Handwerks unter] heiden:
a) Sohnhardwerkfer und Preis- oder Kaufhandwerfer.
 Der Unterjchied diefer beiden Formen des Handwerfs
 befteht darin, daß im erften Falle der Konfument, im
andern der Produzent den Rohjtoff Liefert.
b) Wanderhandwerker und feßhafte Handwerker, je
nachdem das Handwerk im Umbherziehen oder dauernd an einer
imb derjelben Stelle betrieben wird. Die Wanderhandwertker,
wenn fie gleichzeitig Sohnhandwerker find, werden auch Störer
genannt.

c) Handwerker, die Für den Lokalbedarf ihres Dorfes oder
ihrer Stadt und folche, die für den großen Markt produzieren.
Mit diejer zulebt gemachten Unterfheidung trete ich mit der
herrjchenden Yuffaffung in Widerfpruch, wonach e&amp; zum Begriff
 des Handiverk$ gehört, daß die Produktion für den Lokalen
Markt erfolge, fogenannte Kundenproduktionfei. Sch habe
in meinem „Kapitalismus“ quellenmäßig nachgewiefen, daß
Handwerk jehr wohl auch in reiner Form möglich jet, ohne daß
eine Xundenproduktion vorliegt, während andererfeit3 eine
Rundenproduktion keineswegs notwendig eine handwertsmäßige
 Organifation des Gewerbes involviert. Freilich, damit
Handwerk beftehen Könne, irogdem die Produktion für den
großen Markt erfolgt, Jind beftimmte objektive Bedingungen
erforderlich, die aber überhaupt erfüllt fein mülfen, damit
Handwerk möglich fei. Ich gebe fie im folgenden an:
3, Die Eriftenzbedingungen des Handwerks.
Das Wefen des Handwerk beruht auf der Vorausfekung,