Gewerbliche Rroduktion in den Wirt[Haftsfyjtemen. 37

daß der Handwerker als technifcher Arbeiter jahraus jahrein
in Frieden feine Stiefel machen kann und ficher it, bei diefer
befhaulichen Tätigkeit feinen Lebensunterhalt zu erwerben,
d. 5. in die nationalöfonomifche Terminvkogie überjeßt: Borausfebung
 handwerksmäßiger Verfajjung It die Sicherheit und
Ständigkeit des Produktenabjakes: mit anderen Worten: £$
muß, Damit Handwerk möglich jei, Angebot und Nachfrage nach
gewerblichen Erzeugniffen [ich ftetz im Gleichgewicht befinden,
Dder aber c8 muß ein Mißverhältnis zwijchen Angebot und
Nachfrage in der Weife beftehen, daß die Nachfrage ftets dem
Angebot um eine Najenlänge voraufeilt. In diefem Falle kann
der Handwerker ficher fein, daß er feine Erzeugniffe nicht nur
an den Mann bzw. an die Fran bringt, fondern daß er auch den
üblichen, für ihn Lohnenden Preis als Entgelt dafır erhält.
Damit aber ein folcher, dem Handwerker günftiger Zujtand des
Marktes ertitiert, müjfen folgende Borausfeßungen zutreffen:
a) € miüfjfen verhältnismäßig wenig gewerblidhe Produzenten
 vorhanden fein, d.h. e&amp; muß gleichjam ein Mangel
an Handwerkern hHerrfchen. Das ift aber der Fall, wenn «) die
Bumwachsrate der Bevölkerung überhaupt niedrig ijt, d. 9. aljo
die Bevölferung fich langjam oder gar nicht vermehrt; B) wenn
insbejondere die Rate der agrarijchen ÜberfchnpbevSölferung
den gefamten Zuwachs, der in ihren Reihen entfteht, auch in
der Sphäre der landwirtfhaftlihen Produktion abdjordbieren
fann; y) wenn die wenigen Kefruten, die fich dem Handwerk
infolge jener geringen Bevölferungszuflüjfe von neuem immer
wieder jtellen, eine be[onders lange Zeit zur Heranbildung erheifchen,
 d. h. menn der Stufengang der gewerblichen Uusbildung
 ein bejonders fomplizierter Mt.
b) Wird ein Mangel an gewerblichen Produkten Dadırcch
herbeigeführt, daß- die Produktivität der gewerblichen
Arbeit gering entwidelt ift, Jo daß alfo die wenigen Handwerfer,
 die zur Berfligung Itehen, außerdent noch wenig produzieren.
 Demgegenüber muß alsdann eine Kauffräftige bzw.