Das Mittelalter.

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I. Bäuerlidhes Gewerbe.
Diejenige Stufe gewerblider Entwidlung, die die nach
Weit-, Mittel- und Südeuropa einwandernden indo-germaniihen
 Stämme erreicht Hatten, war die eines primitiven
bäuerlichen Eigenaemwerbes. Der Bedarf an gewerblichen
Erzeugnijjen wurde großenteils im Rahmen urjprünglich der
größeren Stammegswirt] haften und fpäter der Heineren
bäuerlichen Einzelwirt]Haften gededt.
Sleichfam als gewerbliche Hilfskräfte, die den eigenproduzierenden
 Bauern zur Seite ftanden, müffen wir uns den Stab
von Dotfhandmerfern denken, deren Spuren fich heute noch
in entlegenen Gebieten, etwa Oftdeutfhlands, nachweifen
lajfen. €3 find gewerbliche Arbeiter, die gleichfam im Dienjte
einer Dorfgemeinde jtehen, die man deshalb auch treffend als
Demiurgen diefer Dorfgemeinde bezeichnet hat. Wir finden
fie [on bei Homer, wir finden fie in den indijhen Banerngemeinden,
 wo fie den fogenannten „Urtizan Staff” ausnrachen,
 und wir müffen ung, wie gefagt, fie auch in die Dorf»
gemeinden der Germanen verfeßt denken, als diefe ich in
Europa anfiedelten. Diefen Dorfhandwerkern liegen insbefondere
 diejertinen gewerblichen Tätigkeiten nb, die ihrer
fchwierigeren Technik wegen im Haufe des Bauern nicht {0
leicht verrichtet werden konnten, namentlich wohl die Schmiederei
 und Töpferei. Die wirtfchaftliche Stellung eines Jolcdhen
Dorfhandwerts trägt, wie gefagt, einen beamtenhaften Charafter.
 Er erhält von der Gemeinde den nötigen Unterhalt geliefert
 und ift ohne oder gegen geringes Einzelentgelt verpflichtet,
 die in den Bauernwirtf haften notwendig werdenden Arheitem
 zu verrichten. Ich fagte vorhin, daß die Spuren diefes 1ralten
 Dorfhandwerferthyns noch in der Gegenwart Jich nachweifen
 laffen und will hier einen Bericht aus Nakel im Nebediftrikt
 wiedergeben, der ung die Stellung eines folden Gemeindefchmiedes
 deutlich machen kann. € heißt dort: Die
Einnahmen des Gemeindefhmiedes jind jolgende: Bar
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