Die neuere Zeit.

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Aber der Kapitalismus ift nicht allein aus diejem Unendlich»
feitöjtreben, aus diefem Machtwillen, aus diejem Unternehmungsgeijte
 geboren. Mit diejem hat jich ein anderer Geilt
gepaart, der dem Wirt|hHaftsleben der neuen Zeit die fichere
Ordnung, die vechnerijdhe Eraktheit, die Kalte Zivecbeftimmtheit
 gebracht Hat: das ijft der Bürgergeift, der Jehr wohl
außerhalb des Kreifes der Kapitaliftij hen Wirtfchaft wirffam
ein Kann und jahrhundertelang wirkfam gewejen it in den
unteren Schichten der ftädtijhen Wirt haftstubjekte, der Beeufshändler
 und Handwerker.
Will der Unternehmergeift erobern, erwerben, {vo will der
Bürgergeift ordnen, erhalten. Er drückt Jich in einer Reihe von
Tugenden aus, die alle darin übereinftimmen, daß als fittlich
gut dasjenige Verhalten gilt, das eine wohlgefügte KLapitali-|tijche
 Haushaltung verbürgt. Daher find die Tugenden, die
den Bürger zieren, vornehmlich: Fleiß, Mäßigkeit, Sparjamfeit,
 Wirt/chaftlichkeit, Vertragstrene. Die aus Unternehmungsgeift
 und Bürgergeift zu einem einheitlichen
Ganzen vermobene Seelenjftimmung nennen wir
dann den Kapitalijtifden Geijt. Er hat den Kapitalismu8
 ge[chaffen. *
Sch jage an einer Stelle einmal: „Im Anfang war die
Armee“, und will damit ausdrücen, daß ich in den modernen
Geeren das erfte und wichtigite Werkzeug erblide, das jich der
neue Geift Formt, um fein Werk zu vollbringen. Mit Hilfe der
Urmee wird der Staat ge[haffen, diefes erite vollendete Gebilde
 des neuen Geiltes, in dem und durch den diejfer fich vor
allem auswirkt. Um der Naturgewalten Herr zu werden,
trachtet er dann die Te Hnik umzugeijtalten, und fein ihm innewohnender
 Drang nach Geld und Macht führt ihn zu den
Edelmetallagern, die er ausbeutet.
Diefe drei Gebiete erfcheinen als felbjtändige Felder der
Tätigkeit des neuen SGeiftes, und es 1äßt fich die eine Strebung
nicht reftlos aus der andern ableiten. Wohl aber bemerken
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