68 Überblid über d. gefchicht!. Entwicklung d. Gewerbewelens.

wir, wie fie alle drei in engiter Wechfelmirkung miteinander
jtehen. Das Stanatsinterejje it e8 vor allem, das, um die
ESchlagkraft der Heere zu fteigern, auf unausgefeßte Verbeijerung
 der Technik drängt; es {ft e5, das die Vermehrung der
Edelmetallvorräte als wichtigijtes Ziel der Politik betrachtet
und deshalb die Steigerung der Edelmetallproduktion betreibt.
Sind aber technijcher Fort/chritt und Edelmetallproduktion
ftaatsbewirkte Vorgänge, [o find es doch ebenfo Jehr Bedingungen
 jtaatlicher Entwidlung: ohne Hochofentechnik feine Ranonen
 und darum feine modernen Heere; ohne Rompaß und
YAitrolabium feine Entdedung Amerikas und feine folonialen
Reiche. Ohne die Erfchließung reidher Silberminen und Goldfelder
 in Amerika fein modernes Steuer]yjtem, fein Staats.
frebit, fein Heer, fein Berufsbeamtentum und alfo fein moderner
 Staat. AWber auch Technik und Edelmetallproduktion
jtehen im Verhältnis engiter Wechfelwirkung: ohne Walfer.
haltungsmafchine, vhne Umalgamverfahren feine Silberproduftion;
 ohne die Fort|chritte der Münzprägung kein modernes
Währungsfyjtem. Und umgekehrt: ohne die Sucht nach dem
Solde längft nicht [vo rafche Fortfchritte auf dem Gebiete der
Technik. .
Staat, Technik, und Edelmetallproduktion find gleichfam die
Srundbedingungen der Kapitaliftijhen Entwidlung: immer
den Willen zum Kapitalismus als einen Beftandteil des neuen
Seiftes vorausgefeßt. Jede diejer Grundbedingungen läßt
lich gefrennt in ihrem Einfluffe verfolgen:
Der Staat, durch fein Heer vor allem, [Hafft für den Kapitalismus
 einen großen Markt: durchdringt das Wirtjchaftsleben
 mit dem SGeijte der Ordnung und Difziplin. Der Staat
erzeugt durch feine Rirchenpolitif den Keker und, indem er die
Wanderungen aus religisfen Gründen bewirkt, den „Kremden“:
 zwei beim Aufbau des Kapitalismus unentbehrliche Clemente.
 Der Staat drängt in die Ferne, er erobert die Kolonien
und treibt mit Hilfe der SHaverei die eriten fapıtaliftiichen