Die neuere Zeit.

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_ Über nicht nur für die Schaffung eines Marktes im Innern
lebte der Staat feine Kräfte ein, es galt ihm nicht weniger,
jeine Macht|phHäre au nach außen hin fo jehr als möglich
zu entfalten, Sfonomifch gejprochen alfo der einheimijchen Induftrie
 und dem einheimi|hen Handel einen möglichjt breiten
Berr/chaftsbereich auf der Erde zu verjdhaffen. Wenn je der
Sag gegolten hat, daß der wirtfchaftlidhe Erfolg abhängig von
der Macht des Staates war, [vo für jene Zeit, in der der moderne
Kapitalismus fich in Europa etablierte. E38 ijt nicht am Orte,
bier im einzelnen zu verfolgen, durch welche Maßregeln e8 den
ainzelnen Staaten gelang, ihrem auswärtigen Handel, ihre
Schiffahrt und vor allem ihren Kolonialbefiß, denn um diejen
dreht jich feit dem 16. Jahrhundert immer mehr der Kampf
der einzelnen eutopäifchen Staaten, zu vergrößern. € waren
Maßregeln, die gemeinfjam dadurch Harakterifiert find, daß
man in rücfichtslofer Weife die Interefjfjen des andern Staates
mit Füßen trat und durch Kunftvolle Pflege die Keime des
eigenen Wirt] hHaftslebenz zur Entfaltung zu bringen jich beitrebte.
 Da naturgemäß bei dieferr Ringen um die Herrihaft
die Intereifen der einzelnen Ionkurrierenden Staaten Häufig
aufeinander ftießen, fo ift e8 fein Wunder, daß die Zeiten der
Mmerfantilijtijdhen Politik aud Zeiten großer und mächtiger
Kämpfe der europäifchen Nationen um die Vorherrjchaft gewejen
 find. Wenn die Zollmaßregeln, die Schilanierung der
itemden Flotte, die Burücdrängung der fremden Handelszefellf
 haften im Auslande nicht mehr ver]dhlug, [o mußte zum
Schwert gegriffen werden, um einen Uustrag herbeizuführen.
Man würde einen unvollfonnenen Überblief über die gewerb-(iche
 Entwicklung Europas geben, wollte man nicht erwähnen,
daß die neue Form der gewerblidhen Produktion ebenjo wie
die neuen Formen des Handels zum nicht geringen Teil aus
den Kämpfen herborgegangen jind, die im 16., 17. und
18. Jahrhundert die Niederlande gegen Spanien; Frankreich,
Cnaland, Schweden gegen die Miederlande; Deutjhland,

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