92 Die Grundlagen der Hochkapitaliftiiden Wirtjdhaft.

Majchine ijt eine Borrichtung zum Zweck, irgendeine Arbeit aus
zuführen, die ohne fie der Menih ausführen müßte. Das Ydeal
einer vollfommenen Mafjchinerie it der automatifch wirkende u
Mechanismus, den der Menfch nur noch zu bedienen hat N
Dem 18. Jahrhundert gehören die epodhemachenden Erd
findungen ar, von denen die neue tedhnifche Entwichung der x
Induftrie ihren Anfang nimmt: 1760 bis 1770 mird die Spinn N
mojchine erfunden (Bigh, Hargraves, Arkwright); 1785 bist
1790 der mechani]he Webftuhl (Cartwright); 1790 wird die €
Dampfmajchine vollendet,
Um bie prafti[dhe Tragweite diejer neuen Technikn
richtig zu ermefjen, wird man unter]heiden müjfen die Be‘ X
deutung, die die Untwendung der wijfen|haftlidhen Methode !
als joldhe befibt, von den Wirkungen, die der Übergang von
der organijchen zur anodrganijchen Natur bei den technifchen €
Vornahmen im Gefolge hat. Über die Zujammenhänge zwi |
jchen dem wijfenfhaftlicdhen Berfahren und den großen Lei
itungen der modernen Technik wird folgendes auszufagen fein.
Zunächft erfährt eine gänzlidhe Umgeftaltung dasjenige, was
ich die Art des Befibes des tedhnijcdhen Xönnens nennen möchte.
Diejes wird durch die Einbürgerung des wijfen] Haftlichen Ver
fahrens gleihjam objeftiviert. Wir Jahen früher: jedes
Kunftverfahren ruht in der Perfönlichkeit des „Meifters“ ein:
ge/chloffen; es Iebt mit ihm, e3 {tirbt mit ihn. Nur was der
Lernende ihm abgelaufcht und abgefhaut hat, das dauert über
jeinen Zod hinaus, {Hlägt Wurzel abermals in einer Berfün
lichfeit, um mit diejer wiederum zugrumde zu gehen. Das
wiffen]haftlidhe Verfahren {teht demgegenüber verfelbitän
digt, objektiviert, als ein für jedermann beliebig faßbares und
erteichbares Wifjen außerhalb jeder ausführenden Berfönlich
feit. Einmal durch Wort und Schrift fejtgelegt, Yt e8 ein un
vergänglidhes Eigentum aller fünftigen Gejdhlechter. Damil
ijt e8 aber in doppelter Hinficht von der Zufälligkeit des rein
er/önlidhen befreit: fofern feinem aänzlichen Verluft vor: *