Volkswirtschaftliche Theorie der landwirtschaftlichen Preis“
steigerungen in Deutschland von 1895 bis 1913, Eine Studie über die
Beziehungen zwischen Agrarwirtschaft und Industriewirtschaft. Von Dr
Folkert Wilken. Groß-Oktav. 259 Seiten. 1925. (Sozialwissenschaftliche
Forschungen Il, 2) +. 20 RM. 5,—.,
‚Das Buch- behandelt fast ausschließlich die Viehwirtschaft und beschräntt
sich auch hier vornehmlich auf Fleisch und Milch. Die Entwicklung des viehwirtschaftlichen
 Angebotes, seiner ‚natürlich-technischen Grundlagen, der Er
zeugungskosien in Verbindung mit der Einträglichkeit der deutschen Landwirt
wirtschaft überhaupt werden sorgfältig und an Hand reichen statistischen Zahlen
stoffes sowie unter Verwertung eines großen Schrifitums dargestellt, Ebenso det
Einfluß des Absatzes viehwirtschaftlicher Erzeugnisse auf den Preis und dit
Entwicklung der Nachfrage, besonders die Wandlungen des Fleischbedarfes. I*
25 Anlagen ist außerdem reicher Zahlenstoff, der nicht nur einfach amtliche»
Quellen entnommen; ist, vorgelegt.‘ Zeitschr. f. Volkswirtschaft ı, Sozialpolitik. 4
Robert Liefmanns Gesetz des Ausgleichs der Grenzerträge, Kritik
und Beweisführung. Von Dr. Oskar Klug. Groß-Oktav. VIL, 256 Seiten-*
1929. (Sozialwissenschaftliche Forschung I, 9)... ..’. RM. 10.—
Als Ganzes ist diese Arbeit ein Beitrag zur K lärung der Frage nach det
Möglichkeit der theoretischen Nationalökonomie wie überhaupt der Wissenschaft
als Wissenschaft und nach ihren Grundprinzipien,
Die mathematische Schule in der Nationalökonomie. Bd. I: 1. Teil:
Die italienische Schule (bis 1914). Von Dr. Otto Kühne. Privatdozent an
der Universität Greifswald, Croß-Oktay. XIV, 308 Seiten, 1928, (Sozialwissenschaftliche
 Forschungen I, 8) .......... RM. 16.—
Die vorliegende Arbeit versucht, die mathematische Analyse der Wirtschafts“
wissenschaften anf ihre Leistungsfähigkeit und Unentibehrlichkeit für die Dat“
stellung und Erklärung wirtschaftlicher Phänomene hin zu Prüfen, und unter‘
sucht, wie sie hierfür vorteilhaft zu gestalten ist, An dem besonders markanten
Beispiel der italienischen Nationalökonomie untersucht der Verfasser die wich
Hgsten Tendenzen, denen die Entwichlung der mathematischen Schule gefolgt ish
Theorie der Indexzahlen, Beitrag zur Logik des statistischen Vergleichs:
Von Dr. phil. Paul Flaskämper, Privatdozent der Statistik an der Universitäl
Frankfurt a. M. Groß-Oktav, X, 200 Seiten, 1928, (Sozialwissenschaftliche
Forschungen 1,7) 20 RMT—
Der Verfasser erörtert in diesem Buche die verschiedenen Formen der I. ndeX:
vifern und ihre theoretische Bedeutung, indem er die allen Indexzahlen —
gleichgültig, auf welches Sachgebiet sie angewendet werden — zugrunde liegende
Logik herausstellt unter Beiseitelassung aller technischen und materiellen Probleme
Hermann Conrings (1608-—1681) Staatenkunde,. Ihre Bedeutung fül
die Geschichte der Statistik unter besonderer Berücksichtigung der Conringschen
 Bevölkerungslehre, Von Reinold Zehrfeld, Ratsassessor in Bautzen.
Groß-Oktav. 1645. 1926. (Sozialwissenschaftl. Forschungen ], 5.) RM. 5.—
„Wer sich den geistigen Genuß verschaffen will, aus dem heutigen Bestand
der Staatenkunde, der Statistik, der Bevölkerungslehre einen Rückblick auf dit
Interessanien Anfänge dieser Wissenschaften zu Werfen, dem kann das gut ge
schriebene Buch mit seinem reichen Inhalt empfohlen werden.‘
Preußisches Verwaltungsblatt.
Mirabeau und seine „Monarchie Prussienne‘'. Von Dr. Hanns Reißner.
Groß-Oktav. VI, 112 Seiten, 1926. (Sozialwissenschaftliche Forschungen
 1, 6) er RM 4A—
Mirabeaus politische Habilitationsschrift „De la Monarchie Prussienne sous
Frederic le Grand‘‘. untersucht der Verfasser hinsichtlich ihrer Bedeutung für
die Geschichte der Staatswissenschaften, Er wersteht Mirabeaus Kritik am
Friderizianischen Preußen ihrem positiven Gehalte nach als politisches Glaubens:
bekenntnis Mirabeaus zum Ideal des freien, rationalen konstitutionell-monar:
chischen Gemeinschaftsstaates und reiht sie als Markstein in die Geschichte
der Entwicklung sozialwissenschaftlichen Denkens im 18. Jahrhundert — yon
der utobischen Sozialphilosobhie zu einer praktikablen Sozialpolitik — ein.