Die gewerbliche Arbeit u. ihre Organisation.
an, die ich von dem Gegenstande in meinen eingangs zi⸗
tierten Werken zu geben versucht habe.

IIJ. Die Entwickelungsphasen der gewerblichen Technik im
allgemeinen.

Nach zwei Seiten hin entfaltet sich gleichzeitig die
menschliche Fähigkeit zum Produzieren: es mehren sich die
Kenntnisse von den Eigenschaften der uns umgebenden
Natur, mit der wir uns zur Erreichung unserer Zwecke
notgedrungen auseinandersetzen müssen; und es erweitert
sich das Maß des eigenen Könnens, die Dinge der äußeren
Natur unseren Wünschen entsprechend umzuformen: unsere
Arbeitsfähigkeit wird in ihrer quantitativen Ergiebigkeit
und qualitativen Anpassungskunst auf eine immer höhere
Stufe der Vollendung gehoben. Beide Seiten ergänzen
sich notwendig und geben zusammen erst das vollendete
Bild je von der Stufe technischer Leistungsfähigkeit, auf die
die Menschheit sich erhoben hat.
Auf dreierlei hat sich das Augenmerk des Menschen zu
richten, um der Natur ihre Geheimnisse abzulauschen, damit
sie aus einer spröden Feindin eine willige und hingebende
Befährtin werde: auf die Stoffe und ihre Geeigenschaftung,
menschlichem Bedarf zu dienen, auf die Kräfte, die in der
Natur verborgen schlummern und gezähmt werden und in
unseren Dienst treten können, auf die Umbildungsprozesse
jelbst endlich, in denen die Allmutter ewig Neues zeugt und
don denen wir Nutzen ziehen können, wenn wir sie zur
rechten Zeit und am rechten Ort selbst ins Leben rufen
oder uns ihrer bedienen, wo und wann wir sie sich abspielen
sehen. Täglich vermehrt sich noch heute die Anzahl der
Stoffe, die wir, sei es zur Nahrung, zur Kleidung, als
Hilfsstoffe oder wie sonst immer als geeignet erachten.