Die Entwickelungsphasen d. gewerbl. Toc

unserem Bedarf zu dienen. Von den
an bis zu den modernen Farbmitte
furrogaten zieht sich die unabsehbare
und unseren Zwecken mutzbar gemachte
iußeren Natur. Und sogar die Kräfte ir
wir in unseren Dienst zwingen, mehren sich nuch imnmer.
Zu Wind und Wasser und Dampf ist nun in unserer Zeit
die Elektrizität getreten. Vorgänge in der Nalur selbst
aber haben wir uns zu nutze gemacht, seit wir mit dem
Feuer kochen und schmelzen, seit wir waschen und färben
lernten, bis zu den sich heute überstürzenden chemischen
Verfahrungsweisen, deren sich unsere Industrie in ewig
wechselndem Zusammenhange zu bedienen versteht.
Und auch das wird sich feststellen lassen: daß die Be—
herrschung der Kräfte und Prozesse in der Natur eine immer
sicherere wird. Anfangs müfsen wir uns begnügen, wenn wir
mit benutzen können, was sich ohne unser Zutun in der Na⸗
tur abspielt: wir segeln mit dem Winde, wie er sich erhebt,
und lassen von dem Bache unsere Mühlen treiben, wie stark
oder schwach er fließt. Später lernen wir die natürlichen
Vorgänge lenken, beeinflussen, daß sie rascher oder lang—
samer, stärker oder schwächer in ihren Wirkungen sich ab—
spielen. Endlich vermögen wir den Prozeß, die Kraft
jelbsttätig zu erzeugen, die uns dienen sollen.
Zu dem Kennen muß sich das Können gesellen; neben
die Nutzung der Naturkräfte muß die Betätigung der eigenen
Kräfte treten. In dem Maße, wie wir den Geheimnissen
der Natur nachgehen, „in ihre tiefe Brust, wie in den Busen
eines Freundes schauen“ lernen, muß sich unsere Fähigkeit
entwickeln, gestaltend auf sie einzuwirken mit unserer eigenen
Hände Arbeit: muß sich das zu höheren Formen entfalten,
was man etwa die Arbeitskunst zu nennen versucht
wäre.

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