34 Die gewerbliche Arbeit u. ihre Organisation.

von dem wir schon Kenntnis haben, zur Anwendung ge—
bracht werden: die Kooperation. Diese besteht zunüchst in
nichts anderem als in einer Summierung individueller Ar—
beitskräfte, die erst später eine bestimmte Gliederung zu
einem organischen Ganzen erfahren. In ihrer primitiven
Form nennen wir sie einfache Kooperation, in ihrer Kom—
bination mit der Spezialisation arbeitsteilige Kooperation.
So erhalten wir folgendes Schema für die Anwendung der
Organisationsprinzipien:
1. Robinson deckt seinen Gesamtbedarf allein; er kann
zwar das arbeitszerlegende, das materialvereinigende Ver—
fahren anwenden, aber weder sich spezialisieren, noch koppe—
rieren.
2. Robinson und Freitag verteilen ihre Gesamtarbeit
so, daß jener auf die Jagd geht und Fische fängt, dieser die
Hausarbeit verrichtet: einfache Spezialisation.
3. Robinson und Freitag vereinigen ihre Arbeit, um
den Baumstamm, aus dem ihr Boot angefertigt werden
soll, zum Strande zu rollen: einfache Kooperation.
4. Robinson und Freitag gehen zusammen auf die Jagd;
Freitag treibt das Wild zu, Robinson schießt es ab: Ver—
einigung von Kooperation und Spezialisation — arbeitsteilige
Kooperation.
Alle weiteren Unterschiede der Betriebsgestaltung sind
nun entweder nur quantitativer Art, d. h. eine Folge stärkerer
Spezialisation oder vermehrter Kooperation, oder aber sie
werden begründet durch die verschiedenartige Gestaltung des
sachlichen Produktionsfaktors: durch die verschiedene Be—
schaffenheit oder verschiedene Anordnung der dem Arbeiter
zur Verfügung stehenden Produktionsmittel.
Jedenfalls ergibt sich, wie aus dem oben Gesagten er—
—D—
wiederum nach der Verschiedenheit der Anordnung der Pro—