Die Individualbetriebe. 35

duktionsfaktoren zu einem Betriebe. Deshalb wird es
wünschenswert sein, einen einheitlichen Gesichtspunkt für die
sachgemäße Gruppierung dieser verschiedenen Anordnungs—
modalitäten zu wählen. Als solcher bietet sich nun aber
am besten dar: das Verhältnis des einzelnen Ärbeiters zu
dem Gesamtprozeß und dem Gesamtprodukt, als dem Ge—
samtbetriebe im Zustand des Wirkens und des Gewirkten,
der Vollbringung und des Vollbrachten, der Bewegung und
der Ruhe. Dieses Verhältnis kann ein prinzipiell zwei—
faches sein: entweder Wirken und Werk gehören einem
Individuum eigentümlich an, sind der erkennbare Ausfluß
seiner und nur seiner höchstpersönlichen Tätigkeit, sind somit
selbst individuell und persönlich; oder Wirken und Werk
sind das gemeinsame, nicht in seinen Einzelteilen als in—
dividuelle Arbeit unterscheidbare Ergebnis der Tätigkeit
vieler, existieren nur als Gesamtwirken und Gesamtwerk,
sind also nicht persönlich, sondern kollektiv, nicht individuell,
sondern gesellschaftlich. Danach lassen sich alle Betriebe in
zwei große Gruppen einteilen: in solche, in denen die An—
ordnung der Produktionsfaktoren derari ist, daß das Produkt
als Produkt eines einzelnen Arbeiters erscheint, und solche,
in denen die Anordnung der Produktionsfaktoren derart ist,
daß das Produkt als Produkt eines Gesamtarbeiters erscheint.
ee sollen individuelle, letztere gesellschaftliche Betriebe
seißen.

II. Die Individualbetriebe.

Sie erscheinen naturgemäß nur selten in ihrer reinsten
Form, dem Alleinbetrieb, d. h. demjenigen, wo nur ein
einziger Arbeiter in einem Betrieb tätig ist. Immerhin ist
auch die Form des Alleinbetriebes keineswegs eine Selten—
heit, sie ist häufig in den Anfängen gewerblicher Tätigkeit,
d. h. in primitiven Handwerksverfassungen, aber auch in der