36 Die gewerbliche Arbeit u. ihre Organisation.
hochentwickelten Volkswirtschaft der Gegenwart treffen wir
häufig auf sfolche Alleinbetriebe. Hier sind es insbesondere
die Großstädte, wo sie in der Sphäre der Hausindustrie oft
genug auftreten.
Die übrigen Formen des Individualbetriebes sind da—
durch gekennzeichnet, daß um den einen hauptsächlichen Ar—
beiter eine Anzahl helfender Personen gruppiert sind; das
können entweder Familienmitglieder sein, dann sprechen wir
von einem Familienbetrieb, wie er in den älteren länd—
lichen Hausindustrien häufig vorkommt, oder aber fremde
Hilfspersonen, die dann zusammen mit dem Hauptarbeiter
dasjenige bilden, was ich einen Gehilfenbetrieb nenne.
Es ist selbstverständlich, daß in der Wirklichkeit sich die
Grenzen zwischen Individual- und Gesellschaftsbetrieb nach
dem von uns für die Unterscheidung gewählten Kriterium
nicht immer scharf ziehen lassen. Will man daher die Fülle
der Erscheinungen in einer Betriebssystematik möglichst zu
fassen versuchen, so wird man zwischen dem Individual—
betrieb und dem Gesellschaftsbetrieb eine Gruppe sogenannter
Ubergangsbetriebe einfügen müssen, in denen sich die
Kriterien des Individualbetriebes und des gesellschaftlichen
Betriebes vermischen, die also mehr dem einen oder dem
anderen Typus zugehören, ohne vollständig ihn darzustellen.
Ich will hier diesen Typus der Übergangsbetriebe nicht
des näheren erörtern, sondern nur feststellen, daß zu ihm
gehören die erweiterten Gehilfenbetriebe, der In—
dividnalbetrieb im großen und der gesellschaftliche
Betrieb im kleinen.

III. Die gesellschaftlichen Großbetriebe.
Die gesellschaftlichen Betriebe, wo sie rein auftreten,
tragen auch immer, wie es ihrer Natur entspricht, das Merk—
mal der Größe an sich. Solcher gesellschaftlicher Großbetriebe,