38 Die gewerbliche Arbeit n. ihre Organisation.

soll; wo also mit den Vorzügen der großbetrieblichen Or—
ganisation diejenige der künstlerischen oder sonstwie quali—
fizierten Handarbeit verbunden werden soll. Beispiele für
diese Form der Manufaktur sind noch heute die Porzellan—
Manufaktur und die Kunstmöbel-Manufaktur.
Unter einer Fabrik verstehe ich diejenige Form des
gesellschaftlichen Großbetriebes, in welchem die entscheidend
wichtigen Teile des Produktionsprozesses von der formellen
Mitwirkung der Arbeiter unabhängig gemacht, einem selbst—
tätig wirkenden System lebloser Körper übertragen worden
sind. Das charakteristische Merkmal der Fabrik ist also
nicht, wie man häufig annimmt, die Einförmigkeit, Massen—
haftigkeit oder sogar Minderwertigkeit der Erzeugnisse, es
ist aber auch nicht die Maschinentechnik, da durch dieses
Merkmal beispielsweise die chemische Fabrik überhaupt nicht
betroffen würde, es ist vielmehr das des automatischen
Produktionsprozesses.
Objektivierung des Produktionsprozesses, seine völlige
Loslösung von dem lebendigen Menschen, seine Übertragung
auf ein System lebloser Körper, die durch Mitteilung einer
künstlich erzeugten Kraft gleichsam mit Leben erfüllt werden.
Schöpfung eines selbsttätig wirkenden, an die Stelle des
Menschen tretenden Mechanismus, das ist es offenbar, was
uns vorschwebt, wenn wir von einer Fabrik sprechen oder
was wir doch wenigstens uns gewöhnen sollten in den Be—
griff hineinzulegen, da dieser dann erst seine spezifisch klare
und wertvolle Bedeutung für das System der Betriebsformen
erhält.