58 Die gewerbliche Arbeit n. ihre Organisation.

65) Als Großindustrie ist demgegenüber diejenige
Sphäre des gewerblichen Kapitalismus zu bezeichnen, in
welcher die Betriebsformen Manufaktur oder Fabrik sind.
Die Unterscheidung der verschiedenen Formen der Industrie
wird also hier durch das Merkmal der Zentralisation bezw.
Dezentralisation der Arbeiter bestimmt.
3. Voraussetzungen und Bedingungen des gewerb—
lichen Kapitalismus.

Ich unterscheide subjektive Voraussetzungen und objektive
Bedingungen der kapitalistischen Produktion. Subjektive
Vorausfetzungen nenne ich diejenigen Qualitäten, die ein
Wirtschaftssubjekt besitzen muß, von dem die Bildung einer
kapitalistischen Unternehmung ausgehen soll. Objektive
Bedingungen diejenigen Umstände, die in der Umwelt
des Wirtschaftssubjektes realisiert sein müssen, damit dieses
seine Zwecke durchführen könne.
a) Die subjektiven Voraussetzungen einer kapita—
listischen Unternehmung können auf Grund der Darstellung,
die ich von deren Wesen gegeben habe, ohne weiteres nam—
haft gemacht werden. Weil es sich nämlich bei jeder kapita—
listischen Unternehmung um die Verwerlung eines Sach—
vermögens handelt, so ist offenbar die erste Bedingung, daß
dieses Sachvermögen in entsprechender Höhe sich in der
Verfügungsgewalt eines Wirtschaftssubjektes angehäuft habe,
ehe auch nur der erste Schritt auf dem Wege der kapita—
listichen Unternehmung getan werden kann. Die erste sub—
jektive Voraussetzung ist also eine entsprechende Vermögens—
oder wie wir genauer umschreibend sagen können, Geld—
akkumnlation in den Händen einzelner Wirtschaftssubjekte.
Diese Geldakkumulation ist nun aber, wie ersichtlich,
noch nicht für sich allein schon hinreichende Voraussetzung
auch nur für den Plan einer kapitalistischen Unternehmung.