Die kapitalistische Organisation des Gewerbes. 61

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das Vorhandensein eines großen Absatzmarktes.
Zweitens: Da die kapitalistische Produktionsweise nur
bestehen kann, wenn der kapitalistische Unternehmer fremde
technische Arbeiter in seinen Dienst nimmt, so ist die zweite
objektive Bedingung materieller Natur, an deren Erfüllung
kapitalistische Unternehmung geknüpft ist, das Vorhanden—
sein einer entsprechenden Anzahl von Arbeits—
kräften, die dem Unternehmer als Material dienen können,
d. h. also, es müssen Personen vorhanden sein, die, weil sie
auf andere Weise ihren Unterhalt nicht finden, freiwillig sich
zur Verrichtung von Lohnarbeit im Solde eines kapita—
listischen Unternehmers verdingen. Wir nennen diese Per—
sonen Proletariat.
Das Proletariat wird gebildet:
A. Aus der Zuschußbevölkerung, d. h. denjenigen
Elementen, die schon selbständige Produzenten waren, in
ihrer Stellung aber nicht bleiben können, sei es, daß man
sie gewaltsam daraus vertrieben habe, wie z. B. gelegte
Bauern, sei es, daß ihre Existenz allmählich durch widrige
Umstände untergraben wurde.
B. Aus der Überschußbevölkerung, d. h. denjenigen
Personen, die selbständige Produzenten oder, was dem
gleichkommt, nicht werden können; hier handelt es sich also
um eine Bevölkerungsschicht, die noch nicht selbständig war,
aber von der ökonomisch selbständigen Bevölkerung nicht
absorbiert wird. Es ist ersichtlich, daß sich diese Elemente
rekrutieren aus dem Nachwuchs, somit in ihrer Expansions—
fähigkeit an die Schranken organischen Wachstums gebunden
sind. Eine Überschußbevölkerung bildet sich überall dort,
wo die Anzahl der Stellen selbständiger Produzenten aus
irgend welchem Grunde eine der Zuwachsrate der Bevölke—
rung nicht mehr entsprechende Vermehrung erfährt.