Das Altertum.

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verschiedensten Gewerbe gab, die hier arbeiteten und aus
der Tempelkasse bezahlt wurden.
Von der Organisation einer römischen Oiken—
wirtschaft entwirft Bücher folgendes Bild: „Die ganze un—
freie Arbeiterschaft eines reichen römischen Hauses zerfiel in
zwei Hauptgruppen: die familia rustica und die fawilia
urbana. Die familia rustica dient produktiven Zwecken.
Auf jedem größeren Landgut ist ein Verwalter und ein
Unterverwalter mit einem Stab von Aufsehern und Werk—
meistern, welche über eine ansehnliche Schar von Feld- und
Weinbergsarbeitern, Hirten und Viehwärtern, Küchen- und
Hausgesinde, Spinnerinnen, Webern und Weberinnen, Wal—
kern, Schneidern, Zimmerleuten, Schreinern, Metallarbeitern,
Arbeitern zum Betrieb der landwirtschaftlichen Nebenbetriebe
gebieten. Auf den größeren Gütern ist jede Arbeitergruppe
wieder in Abteilungen von je zehn (decuriae) geteilt, die
einem Führer (decurio, monitor) unterstellt sind. Die
familia urbana läßt sich in das Verwaltungspersonal, das
Personal zum inneren und äußeren Dienst des Hausherrn
und der Herrin teilen. Da ist zunächst der Vermögens—
verwalter mit dem Kassierer, den Buchhaltern, Miethäuser—
verwaltern, Einkäufern u. dgl. Übernimmt der Herr
Staatspachtungen oder treibt er Rhedereigeschäfte, so hält
er dafür ein besonderes, unfreies Beamten- und Arbeiter—
personal. Dem inneren Dienst des Hauses dienen der
Hausverwalter, die Türsteher, Zimmer- und Saalwärter,
Möbelbewahrer, Garderobiers; über der Verpflegung walten:
der Haushofmeister, der Kellermeister, der Aufseher der
Vorratskammer; in der Küche drängt sich eine große Schar
don Köchen, Heizern, Brot-, Kuchen- und Pastetenbäckern;
besondere Tafeldecker, Vorschneider, Vorkoster, Weinschenken
bedienen die Tafel, bei der eine Schar schöner Knaben,
Tänzerinnen, Zwerge und Possenreißer die Gäste amüsieren.

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