Die zunehmende Bedeutung der gewerbl. Produktion 11

rascher zunehmen, als diejenige des Rohstoff- und Nahrungs—
mittelproduzenten (allerdings unter der Voraussetzung stei⸗
gender Produktivität der landwirtschaftlichen Arbeit!).
Nun kommt dazu, daß die wirischastlich fortgeschrittenen
Länder die Rohstoffe, die sie verarbeiten und ehedem im
Lande erzeugten, heute in großem Umfange vom Auslande
beziehen: beispielsweise Hanf, Flachs, Wolle, Holz, lle,
dann aber auch mehr exotische Rohstoffe verwende wie
früher: Baumwolle, Jute usw. Damit wird, wie ersichtlich,
abermals eine stärkere Steigerung der Zahl gewerblicher
Produzenten bewirkt, da die Erzeuger der verarbeiteten
Rohstoffe nicht mehr, wie ehedem, im eignen Lande, sondern
in der Fremde als landwirtschaftlich tätige Personen gezählt
werden. Natürlich müssen diese Länder die Rohstoffe,
die sie vom Auslande beziehen, kaufen, was zum Teil mit
Industrieerzeugnissen geschieht; neuer Grund zur Vermeh—
rung der gewerblicher Produzenten. Und endlich haben
auch die Vertreter der gemeinen Meinung zum kleinen
Teile recht, wenn sie behaupten, wir kauften unsere Nah—
rungsmittel, die wir ehedem im eigenen Lande ge—
wannen, heute mit gewerblichen Erzeugnissen vom Aus—
lande.
Aber einen allerbedeutsamsten Grund, weshalb es mit
Notwendigkeit immer mehr gewerbliche Produzenten geben muß
— diesmal wieder ohne jede internationale Handelsbeziehung,
auch im „geschlossenen“, „isolierten“ Staate, und diesmal
sogar ohne die Voraussetzung steigender Produktivität der
landwirtschaftlichen Arbeit — habe ich nun erst noch nam—
haft zu machen. Er liegt eingeschlossen in jene Verschie—
bung der Bedarfsdeckung, wie sie im 19. Jahrhundert durch
die eigentümliche Entwicklung der ökonomischen Technik ein—
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Hrganisierte, die wir als einen Grundzug der gesamten tech—