Das Handwexrk.

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pedellen, Nachtwächter, Totengräber usw. Besonders häufig
auch, namentlich in größeren Städten, als Hausmeister
Portier).
Eine besondere Erwähnung verdient die Verbindung
des Handwerksbetriebes mit der Landwirtschaft, die
ebenfalls in weitem Umfang besteht. Hier handelt es sich
jedoch nicht um eine Neubildung, sondern um Reste eines
uralten Verhältnisses, das aber heute sehr wohl dazu dienen
kann, die Stöße, die das Handwerk erfährt, für den Hand—
werker selbst abzuschwächen.
Ich habe aber schon darauf hingewiesen, daß auch in
der Tätigkeit des Handwerkers selber, in der Art
und Weise, wie er seinen Beruf ausübt, sich wesentliche
AÄnderungen vollzogen haben. Die wichtigste Tatsache,
die hier zu konstatieren ist, ist wohl die, daß die meisten
Handwerksbetriebe sich heute nicht mehr mit der Herstellung
fertiger Erzeugnisse, sondern entweder mit deren Anbrin—
gung wie z. B. im Baugewerbe oder mit deren Reparatur
beschäftigen. Es unterliegt keinem Zweifel, daß die große
Mehrzahl der noch wirklich handwerksmäßig tätigen Schuster,
Schneider, Klempner usw. heute zum überwiegenden Teil
keine neue Arbeit, sondern Flickarbeit ausführen.
Aber es hat auch nicht an Versuchen gefehlt, die hand⸗
werksmäßige Produktion selber auf eine neue Basis dadurch
zu stellen, daß man sie den Anforderungen der Zeit besser
anzupassen bestrebt war. Als man sah, daß der kleine,
handwerksmäßige Produzent gegenüber dem großen Fabri—
kanten mehr und mehr zurückweichen mußte, kam man auf
die Idee, das Handwerk dadurch zu retten, daß man ihm
in entscheidenden Punkten die Vorteile des sogenannten
Großbetriebes zuteil werden ließ. Man glaubte dies da—
durch zu erreichen, daß man die einzelnen Handwerks—
meister zu gemeinsamer Aktion in genossenschaftlichen