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Betriebe durch Vereinigung in einer Hand zu einem voll—
kommeneren Produktionsmechanismus zu gestalten. Ich
nenne sie die organische Betriebskombination. Die
Gründe, welche hauptsächlich zu ihr den Anlaß geben, ent⸗
stammen vornehmlich aus der Erwägung, daß dadurch die
einzelne Unternehmung von den Konjunkturen des Marktes
oder dem guten Willen fremder Geschäfte unabhängiger ge⸗
macht wird, und zu dem die Profite, die an den gekauften
Gegenständen haften, in die eigene Tasche geleitet werden.
Ain häufigsten wohl erfolgt die organische Betriebskombination
in der Montanindustrie. Hier finden wir in zunehmendem
Maße die größeren Werke auch im Besitz von Erz- und
Kohlengruben, Hochöfen, Stahl- und Walzwerken, Gieße⸗
reien oder doch wenigstens für einige dieser Zweige in einer
Hand vereinigt. Die wirtschaftliche Entwicklung der letzten
Jahre hat den Beweis erbracht, daß diese kombinierten Unter—
nehmungen außerordentlich viel günstigere Chancen haben,
als die sogenannten „reinen“ Werke. Speziell in Deutschland
fällt in die letzten Jahre ein erbitterter Kampf zwischen den
kombinierten Unternehmungen und den „reinen“ Kohlen—
gruben, „reinen“ Hochöfen, „reinen“ Walzwerken usw. der
offenbar mit einer Vernichtung bezw. Aufsaugung der „reinen
Werke“ immer endigen wird.
4. Die Tendenz zur Bildung von Vereinigungen
der einzelnen Unternehmungen untereinander. Es
handelt sich hierbei um dasjenige, was man heute bei uns
Unternehmerverbände, Kartelle, Syndikate, Konventionen
nennt, das die Franzosen syndicats industriels bezeichnen
und was in den Vereinigten Staaten von Amerika den Namen
Trusts erhalten hat.
Was wir bisher an Neubildungen der modernen Industrie
zu beobachten Gelegenheit hatten: Tendenz zur Zentralisation,
zur Spezialisation und Kombination der Betriebe, zur Ver—