Die Industrie. 57
eine solche Vereinheitlichung des Willens alle Vorieile der
ganz großen Unternehmung nun auch in die VPraxis um—
setzen kann. —
Die Betrachtung der Kartelle führt uns über zu α
5. der Tendenz zum Übergang der gewerb-⸗
lichen Produktion in die Hände von Genossenschaften
 oder Gemeinwirtschaften — Staat bezw.
Stadt. Was die zuerst genannte Form gemeinwirtschaft⸗
licher Produktion anbetrifft, so hat sie ihre Hauptbedeuinng
als Produktion im Rahmen von Konsumentenorganisationen,
während sie in der Form der Produktivgenossenschaft, die
ihren Absatz auf dem allgemeinen Wareumarkl— haben,
kaum Aussicht hat, eine irgendwie bedeutsame Rolle zu
spielen. Wichtig dagegen kann sie in der anderen Form,
wie gesagt, im Rahmen einer Konsumentenorgansation
werden. Hierfür bietet das Vorgehen der englischen
Konsumvereine den Beleg.
Diese haben in dem letzten Menschenalter den Umfang
ihrer Produktion aus ganz kleinen Anfängen zu sehr respek⸗
tabeln Summen gesteigert. So produzierten die englischen
Großeinkaufsgenossenschaften

1874 für 854784 æ,
1901, 2982137

die schottischen

1883 fiür 4094 *,
1901 5 15329437;

Der Gesamtwert der im Vereinigten Königreich in den
Jahren 1895 — 1901 von Großeinkaufsgenossenschaften
(Mholesalo Societies) und eigentlichen Konsumvereinen
(Roetail Societios) für den Bedarf ihrer Mitglieder in
eigener Regie erzeugten Waren ergibt folgende