62 Die Theorie der gewerblichen Koukurreuz.

wande befriedigt, oder weil er die Produktion (bei gleich—
gebliebenem Materialaufwand und gleicher Völligkeit der
Form) verbilligt, will sagen, an Produktionskosten (im
weitesten Sinne) spart: ein drittes gibt es abermals nicht.
Der Preis eines Gegenstandes setzt sich in kapitalistischer
Betrachtungsweise zusammen aus dem Aufwand des pro—
duzierenden Unternehmers, seinen „Produktionskosten“ (8)
und seinem Gewinn (p). Nimmt man den Aufwand
während einer bestimmten Zeit, sowie den während diefer
Zeit erzielten Gewinn als gegeben an, so richtet sich der
Preis des einzelnen Produktes nach der Zahl von Pro—
dukten (1), die in jener Zeit erzeugt worden sind. Die
Preisformel gestaltet sich danach für unsere Zwecke am
besten wie folgt, wobei P den Preis des einzelnen Pro—
duktes darstellt:

p— XAP
M
Somit ergibt sich, daß eine Preiserniedrigung möglich
ist entweder durch eine Verkleinerung von k oder p, oder
durch eine Vergrößerung von nm. Setzen wir zunächst ein—
mal p0, so bedeutet Preisermäßigung Verringerung
des Produktionsaufwandes oder Vermehrung der Produkte.
Produktionsaufwand während einer bestimmten Zeitdauer
bedeutet (immer vom Standpunkte des Prodnzenten aus,
wie ein für allemal gesagt sein mag) Aufwand für die zur
Produktion dienenden Produktionsfaktoren, genauer ge—
sprochen, für den Erwerb bestimmter Quantitäten von
Sachgütern, bestimmter Nutzungsrechte (falls diese nur
gegen Entgelt erhältlich, und bestimmter Mengen von
Arbeitsleistungen (Überlassung einer Arbeitskraft bestimmter
Art für eine bestimmte Zeitdauer), durch deren Zusammen—
fassung der Produktionsprozeß zu stande kommt. Mittels
genannter Produktionsfaktoren wird in der für den ge—