vor Area celsi zu bewahren oder meine Nase vor den
schmierigen Pfoten eines ungewaschenen Rasierers, so gehe ich
in den eleganten Frisiersalon; will ich für ein Stück Möbel
etwas anlegen, will ich mir ein Bücherregal, einen Schreib—
tisch machen lassen, die gefällig, gediegen oder gar geschmack—
voll sein sollen, und es kommt mir auf den Preis nicht
an, so bestelle ich sie bei der großen Möbelfabrik usw. in
infinitum. Was wiederum auch für die Händler gilt: will
dieser sich ein Sortiment von Krawatten oder Handschuhen
oder Schürzen oder Reisetaschen oder Zigarrenspitzen, Tabaks—
pfeifen oder sonst etwas zulegen, so bevorzugt er den Reisen—
den des großen Geschäfts, der ihm immer reiche Muster—
kollektionen vorlegt und natürlich jedes Stück darin eleganter
und gefälliger als es beim Handwerker je zu wachsen ver—
mag. Gar nicht erst wieder davon zu reden, daß ihm jener
alles unter den kulantesten Bedingungen in den Laden trägt,
während er diesem womöglich bei jedem einzelnen Stücke
nachlaufen müßte.

70 Die Theorie der gewerblichen Konkurrenz.

III. Kapitel.
Der Preiskampf.

J. Die Verbilligung durch Qualitätsveräuderung.
Durch tatsächliche größere Billigkeit eines Gegenstandes
einen Konkurrenten aus dem Felde schlagen heißt, ihn unter—
bieten. Genau besehen, ist eine Unterbietung in ziveifacher
Weise möglich: man kann, wie schon festgestellt wurde, ent—
weder gleiche Gegenstände wie der Gegner auf den Markt
bringen und diese billiger verkaufen; oder man kann anders
geartete Gegenstände feilbieten, die aus irgend einem Grunde
billiger sind, aber in Wirklichkeit oder scheinbar denselben
Gebrauchszweck erfüllen. Im ersteren Fall handelt es sich
um Verbilligung durch Quantitätsveränderungen, im zweiten