78 Die Theorie der gewerblichen Konkurrenz.
Das Arbeitsmittel.

Daß für dieses zunächst dieselben Regeln gelten wie für
Arbeitsgegenstand und Arbeitsbedingung: daß nämlich ihre
Beschaffung im großen unter den angegebenen Bedingungen
Kosten erspart, bedarf keiner besonderen Begründung. Das
Gesetz aber des umgekehrten Verhältnisses zwischen Größe
und Kosten tritt bei ihm insofern noch besonders deutlich in
die Erscheinung. als die Preise der einzelnen Leistung sich
wenigstens bei dem heute wichtigsten Arbeitsmittel, der
Maschine, in exakter Weise ermitteln und also für die ver—
schiedenen Größenausmaße vergleichen lassen. Wohl ge—
merkt: es handelt sich auch hier zunächst wieder nur um den
Preis einer bestimmt abgegrenzten Leistung — üblicher
Weise bei Maschinen eines bestimmten, durch sie nutzbaren
Kraftquantums, der Pferdestärke, nicht etwa um den Nutz⸗
effekt dieser Leistung oder den auf sie entfallenden Anteil
an dem Preise des zu erzeugenden Produkles. Man weiß
heute längst, daß jede Vermehrung der Leistungsfähigkeit
einer Maschine, sei es der Arbeits-, sei es der Werkzeug—
maschine, innerhalb der für die Praxis allein in Betracht
kommenden Grenzen einen geringeren Kostenaufwand bean—
sprucht, so daß also der Preis der Leistungs— Kraft⸗) Einheit
im Verhältnis zur Größe der Maschine finkt.
Im Grunde bedarf es aber auch gar nicht erst des
ziffermäßigen Nachweises für die Richtigkeit der Beobachtung,
daß auch das Arbeitsmittel verhältnismäßig um so billiger
zu haben, je größer es ist.
Die Gründe, warum dies der Fall sein muß, liegen zit
deutlich zu tage, als daß sie nicht für sich allein beweis—
kräftig genug wären. Wenn wir nämlich bisher zu dem
Ergebnis gekommen sind, daß die sachlichen Produktions—
faktoren (von der Grundrente abgesehen, die ihrem eigenen