Der Preiskampf. 79
Bewegungsgesetze folgt) durch massenhaften Bezug verbilligt
werden, so geht diese Tatsache im ganzen betrachtet auf
keine anderen Ursachen zurück als diejenigen, die wir im
weiteren Verlauf der Darstellung in ihrer produktionsver—
billigenden Wirkung noch genauer kennen lernen werden.
Die Gesamtheit dieser Erscheinungen unterliegt dem Grund—
gesetze wirtschaftlicher Tätigkeit überhaupt, nach welchem eine
Zusammenfassung zahlreicher produktiver Kräfte zu einheit—
licher Wirkung Aufwand erspart: eine Tatsache, die sich in
unserer Wirtschaftsordnung in einer Preissenkung auszu—
drücken stets wenigstens die Tendenz hat.

B. Persönliche Produktionsfaktoren.

Die kapitalistische Unternehmung hat gegenüber dem
Handwerk auch Vorteile in der Beschaffung der Arbeitskräfte.
Wie wir an anderer Stelle sahen, daß die besten, höchst
qualifizierten Arbeitskräfte von den größten Unternehmungen
aufgesogen werden, so müssen wir hier konstatieren, daß auch
die billigsten Arbeitskräfte dem kapitalistischen Unternehmer
viel leichter zur Verfügung stehen als dem Handwerker. Eine
Reihe von Umständen, die hier nicht zu verfolgen sind, hat
insbesondere in früherem Zeitalter, große Mengen billiger
Arbeitskräfte auf den Markt, namentlich den großstädtischen
Markt geworfen. Unter ihnen ragen durch ihre Menge
ebenso wie durch die unerhörte Billigkeit ihrer Leistungen
die weiblichen Arbeiter hervor, die insbesondere durch die
Entwicklung, welche die Hauswirtschaft in den Großstädten
genommen hat, heute genötigt sind, ihre Arbeitskraft außer—
halb des Hauses zu verwerten, während sie früher ihr Unter—
kommen innerhalb des Hauses fanden.
Von den Produktionsvorteilen, die die Verbilligung der
Arbeitskraft dem Konkurrenten gewährt, vermag in vollem
Umfange nur der kapitalistische Unternehmer Nutzen zu