Der Preiskampf.
nehmens, also vor allem die Anlage einer größeren Betriebs—
stätte, verbietet; sei es, weil derOrt zu entlegen von allem Verkehr
ist, sei es, weil er als Standort für die Produktion zu teuer
ist: letzteres trifft wie wir wissen, für die meisten Industrien,
jedenfalls für alle diejenigen, deren Stärke die Billigkeit
ihrer Preise ist, auf die Großstädte zu. Mittels der haus⸗
industriellen Organisation gelingt nun das Kunststück die
zur Zeit billigsten Arbeitskräfte — das sind die Weiber in
den größeren und großen Städten — nicht nur überhaupt
ausnutzen zu können, sondern sogar sie billigst, zu Be—
dingungen auszunittzen, wie sie in keiner andern Form
annähernd erreicht werden. Der Unternehmer wälzt in der
Hausindustrie die Grundrente, die Ausgaben für Baulich⸗
——
auf die Arbeiter ab und verbilligt deren Arbeitskraft zum
letzten noch dadurch, daß er in der Dauer ihrer Beschäf—
tigung sich von jeder Fessel befreit. Dabei bewahrt er sich
die Möglichkeit, die kaufmännische Zentrale seines Unter—
nehmens dort aufzuschlagen, wo es am vorteilhaftesten er—
scheint.

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3. Die Produktionsverbilligung.

Sind die Preise der Produktionsfaktoren festgelegt, so
gibt es, wie bereits gezeigt wurde, nur noch eine Möglich—
keit, die Produktionskosten der Waren zu verringern: man
muß die Menge Produkt zu vergrößern suchen;
d. h. also mit einem gegebenen Aufwand für Produktions—
mittel und Arbeitskraft eine größere Anzahl von Produkten
zu erzeugen trachten. Dieser Versuch kann unter verschiedenen
Bedingungen unternommen werden: das eine Mal ohne Ver—
änderung der Organisationsprinzipien und der Verfahrungs—
weisen, das andere Mal mit bezw. durch eine solche An—
derung. Im ersten Fall liegt das vor, was wir eine