84 Die Theorie der gewerblichen Konkurrenz.

quantitative Vervollkommnung des Produktionspro—
zesses oder seine Okonomisierung nennen wollen; im zweiten
Falle dasjenige, was man als qualitative Vervoll—
kommnung oder Perfektionierung des Produktionsprozesses
bezeichnen kann. Es ist nun im einzelnen zu untersuchen,
welches unter diesen verschiedenen Bedingungen die Mittel
und Wege sind, um zu einer Produktionsverbilligung zu
gelangen und ob, bezw. weshalb bei Erstrebung jenes Zieles
der Kostenermäßigung Handwerk oder kapitalistische Unter—
nehmung im Vorteile sind.

a) Die quantitative Vervollkommnung.
Ersparnisse an Produktionsaufwand bei gleichbleibender
Technik lassen sich, so viel ich sehe, auf zweifache Weise er—
zielen: durch Verdichtung des Produktionsprozesses
oder durch dessen Ausweitung, worunter ich folgendes
verstehe.

a. Verdichtung des Produktionsprozesses
findet dann statt, wenn ich eine bestimmte Anzahl von Pro—
duktionsakten auf eine kürzere Zeitdauer beschränke, also in
einer gegebenen Spanne Zeit eine größere Menge von Pro—
dukten bei gleichbleibender Größe der Produktionsbasis her—
zustellen vermag. Dieses Ziel kann ich entweder dadurch
erreichen, daß ich die Arbeitszeit tunlichst mit der Produktions—
zeit in UÜbereinstimmung zu bringen suche, d. h. also einen
kontinuierlichen Betrieb anstrebe; oder dadurch, daß ich das
Tempo des Produktionsprozesses selbst beschleunige, also in
einer Spanne Arbeitszeit eine größere Anzahl von Pro—
duktionsakten zusammendränge.
Je mehr sich die Arbeitszeit mit der Produktionszeit
deckt, desto weniger tote Zeiten ergeben sich, in denen Ge—
bäude, Geräte, Maschinen usw. ungenützt liegen. Die Amor—