Der Preiskampf. 85
tisationsquote des sog. fixen Kapitals, die lediglich nach der
Länge der Produktionszeit bemessen wird, verteilt sich alfo
auf eine um so größere Anzahl Produkte, bildet also in dem
einzelnen Produkt einen um so geringeren Kostenbetrag, je
mehr Erzeugnisse während der Erneuexrungsperioden der
genannten Produktionsmittel mit ihnen hergestellt werden.
Die Kontinuität des Betriebes bringt aber auch noch andere
Ersparnisse mit sich: an Feuerungsmaterial u. dgl.“ Daher
die Konkurrenz eine Tendenz zur Verlängerung be—
ziehungsweise Verewigung des Arbeilstages er—
zeugt. Offenbar nun vermag das Handwerk dieser Tendenz
nicht in gleicher Weise gerecht zu werden, wie die kapita—
listische Unternehmung. Und zwar in vielen Fällen deshalb
nicht, weil die Kontinuität des Betriebes an eine gewisse
Mindestgröße des Produktionsumfangs geknüpft ist Y.
Was aber vor allem das Handwerk verhindert, in jenem
Streben nach Kontinuität des Produktionsprozesses mit dem
Kapitalismus gleichen Schritt zu halten, ist das, was man
die Naturwüchsigkeit seiner Organisation nennen kann, ist
mit andern Worten die Tatsache, daß das Wesen handwerks—
mäßiger Produktion in der Gebundenheit aller Produktions—
funktionen in der Persönlichkeit des Handwerkers beruht.
Insbesondere wo es sich um die Erreichuug völliger Iden—
tität von Arbeits- und Produktionszeit handelt — in der
Tag⸗- und Nachtarbeit — kommt allein noch die kapitalistische
Organisation in Betracht, die durch die Einrichtung des
Schichtwechsels den Arbeiter von den Schranken des „natür—
lichen“ Arbeitstages zu befreien vermag.
Was aber für die extensive Ausgestaltung des Arbeits—
tages gilt, behält auch bis zu einem gewissen Grade seine

) Meist wird allerdings wohl in diesen Fällen der Verdichtung des
Produktionsprozesses eine Veränderung der Produttiousoraanifatit patale,
gehen. wie geeigneten Orts nachzuweissen sein winde