88 Die Theorie der gewerblichen Konkurrenz. —

Bereiche der Lehre von der gewerblichen Konkurrenz. Alles
was hier angeführt wird, gilt ebenso für den Kampf zwischen
kleinen und großen kapitalistischen Unternehmungen.
Werden mehr produktive Kräfte zu einheitlicher Wirk—
samkeit zusammengefaßt, so vermag
1. mit dem gleichen Aufwand für Arbeitskräfte ein
größerer Produktionseffekt erzielt zu werden. Zunächst ist
auf die Steigerung der Arbeitsintensität und der Arbeitsleifstung
 bei kooperativer Arbeitsorganisation —
Dann ist daran zu erinnern, daß wenigftens dort, wo ein⸗
zelne Arbeitsverrichtungen schon spezialifiert sind, den Auf⸗
wand für bestimmte Arbeitsleistungen nicht im gleichen Ver⸗
hältnis mit der Zahl der beschäfuügten Arbeiter wächst; so
der Aufwand beispielsweise fuͤr Beaufsichtigung, für Be—
wachung, für kaufmänniseche Leitung u. dgl.
Bedeutsam für unser Problem ist ferner die Tatsache, daß
2. mit dem gleichen Aufwand für Produktions—
mittel bei breiterer Basis der Produktion höhere Produkt⸗
mengen erzielt werden. Diese Tatsache ist jedermann ge⸗
läufig für die in einer Produktionsperiode (Tag, Woche,
Jahr) oder besser während der Erzeugung einer Produkt⸗
einheit nur zum Gebrauch, nicht zum Verbrauch bestimmten
Produktionsmittel. Nicht nur kosten die 10000 qm Grund⸗
fläche einem Fabrikanten weniger als die 10) 1000 qm
zehn Handwerkern: jener kann auf ihnen nun auch noch
doppelt oder dreifach so viel Güter herstellen, als die zehn
Handwerker zusammen: Möglichkeit des Etagenbaues!
Nicht nur zahlt der Handwerker für die Herrichtung eines
Kubikmeters Produktionsstätte mehr als der Fabrikant:
dieser produziert nun wiederum in jedem Kubikmeter, oder
auf jedem Quadratmeter Fläche doppelt soviel als jener.
Die größere Maschine ist nicht nur billiger pro Kraft⸗
einheit: sie schafft auch pro Krafteinheit mehr als die kleine.