90 Die Theorie der gewerblichen Konkurrenz.

verwohlfeilen in dem Maße, wie sie wieder verkaufbar
werden, die Kosten des Rohstoffes, in welche immer sein
normaler Abfall eingerechnet ist, nämlich das Quantum, das
durchschnittlich bei seiner Bearbeitung verloren gehen muß.
Aber nicht die Verdichtung des Produktionsprozesses,
nicht seine Ausweitung sind es am letzten Ende, was in
unserer Zeit über die Superiorität einer Produktionswirt—
schaft entscheidet, sind es also wohl auch nicht, die in dem
Kampfe zwischen Handwerk und Kapitalismus, zwischen
kleinem und großem Unternehmer den Ausschlag geben.
Sondern worauf es vielmehr ankommt, ist die Vorzuͤglichkeit
des Produktionsverfahrens. Weil offensichtlich bestimmte
Verfahrungsweisen verglichen mit anderen ganz erhebliche
Ersparnisse an sachlichem und persönlichem Aufwand und
damit eine entsprechende Produktionskosten- und Preis⸗
verminderung ermöglichen, so müht sich der Produzent im
Konkurrenzkampfe um Anwendung der am meisten Erfolg
versprechenden Verfahrungsweisen. Der Kampf zwischen
den einzelnen Produktionswirtschaften, also insbesondere
auch zwischen den handwerksmäßigen einerseits, den kapita—
listischen andererseits, läuft somit an den entscheidenden
Stellen auf einen Kampf um die Verfahrungsweisen,
auf einen Kampf um die Technik hinaus. Prüfen wir,
welche spezifischen Vorteile in diesem Kampfe die kapita—
listische Organisation gewährt.
b) Die qualitative Vervollkommnung.

Diejenigen Verfahrungsweisen, deren sich die moderne
gewerbliche Produktion bedient, um zu höherer Leistungs—
fähigkeit zu gelangen, sind vornehmlich folgende vier, die
hier in Betracht kommen:
1. das materialvereinigende Verfahren;
2. das arbeitzerlegende Verfahren: