AUF DEN PFLANZENBAU DIREKT GEGRÜNDE-TE INDUSTRIE. Ein bedeutender Teil der jährlichen Ernte wird durch besondere industrielle Tätigkeit zu Produkten veredelt, die für den menschlichen Verbrauch anwendbar sind. So wird in einer grossen Anzahl Mühlen, davon gegen tausend von beträchtlicher Grösse, das für die Zwecke des Brotverbrauchs bestimmte Getreide vermahlen. ‘ Die Zuckerrübenernte wird in 24 Zuckerfabriken zu etwa 161,000 Tonnen Rohzucker veredelt, und von der Kartoffelernte werden etwa 65,000 Tonnen in gegen hundert Brennereien zu Branntwein und etwa 85,000 Tonnen in ungefähr ebenso vielen Stärkefabriken zu Stärke verarbeitet. Besonders die grösseren der obenerwähnten industriellen Anlagen stehen technisch auf der Höhe unserer Zeit. GARTENBAU. Die Anfänge des schwedischen Gartenbaues gehen in das Mittelalter zurück. Im ı7. und 18. Jahrhundert wurden nach deutschem und französischem Muster stattliche Parke und Gärten bei den grossen Schlössern und auf den Herrensitzen in Süd- und Mittelschweden angelegt, welche Anlagen mehrfach noch heute vorhanden sind. In unserer Zeit ist das Interesse für Garten- und Parkanlagekunst und Gartenbau lebhaft. Moderne Anlagen hohen Ranges sind auch nicht selten. Im Jahre 1927 wurde der Schätzung nach ungefähr 0.1 % der ganzen Bodenfläche des Reiches zum Anbau von Gemüsepflanzen und Obstbäumen verwendet. Die Voraussetzungen für den Anbau von Baumobst, Beeren und anderen Gartenerzeugnissen sind in verschiedenen Teilen Schwedens natürlich in hohem Grade verschieden, besonders infolge der verschiedenen Strenge des Klimas. Während man in Schonen in günstigen Lagen Pfirsiche, Aprikosen und Walnüsse im Freien ziehen: kann, kann man in grossen Teilen von Norrland, wenn Gartenbau 8