sprechen; die weit überwiegende Anzahl schwedischer landwirtschaftlicher Betriebe erzeugt sowohl Brotgetreide und damit in diesem Zusammenhang vergleichbare Pro- dukte als auch Futtermittel zum Zwecke der Veredelung zu lebenden‘ Tieren und animalischen Lebensmitteln, wie Milch, Butter, Käse, Fleisch, Schweinefleisch, Eiern u. dgl. Wenn man auch sagen kann, dass die Naturverhält- nisse der Produktion sowohl des einen wie des anderen günstig sind, so dürfte sich doch nicht bestreiten lassen, dass der Futterpflanzenanbau sich ganz besonders für die Ver- hältnisse eignet, unter denen die schwedische Landwirt- schaft arbeitet, und zwar relativ um so mehr, je weiter nordwärts man kommt. Ausgeschlossen ist auch nicht, dass rein ökonomische Rücksichten die schwedische land- wirtschaftliche Produktion in dieser Richtung noch weiter- drängen wird. Die Haustierzucht wird mit grossem Interesse betrieben, und die Tierbesitzer haben sich dabei auch die Erfahrungen zunufze zu machen versucht, die auf diesem Gebiete als wegweisend angesehen worden sind. Erst in Jüngster Zeit ist indessen eine mehr wissenschaftlich orientierte Arbeit in Gang gekommen, um die vielen unsicheren Fragen der Tierzuchtlehre zu klären. Diese Arbeit ist Gegenstand der Tätigkeit des Inotitutet för husdjureförädling (Institut für Haustierveredlung, Stocksund) (Abb. 9.). Die schwedische Haustierzucht geniesst den Vorteil, durch ein aufgeklärtes und wirksam organisiertes Veterinärwesen unterstützt und kontrolliert zu werden, das dem Kel. Ober- medizinalamt unterstellt ist. Die Pferdezucht hat in Schweden alte Traditionen und ist stets Gegenstand lebhaften Interesses gewesen. Im Laufe der Zeiten sind Zuchttiere mehrerer fremden Rassen in das Land eingeführt worden, um zur Verbesserung des Pferdestammes mitzuwirken. Nunmehr besitzt die Pferde- zucht des Landes eine feste Organisation, und die Richt- linien derselben sind völlig klar. Die edle Pferdezucht ist in Schweden hauptsächlich auf