sitz Seiner Exzellenz des Herrn Jaspar, Belgischen
 Ministerpräsidenten, bei Abschluß des
ersten Teils der im Haag am 6. August 1929 eröffneten
 Konferenz im Binnenhof versammelt.
Der Präsident teilt der Konferenz mit, daß ein
Abkommen über alle politischen Fragen ihrer
Tagesordnung zwischen den beteiligten Mächten
abgeschlossen worden ist.

Annahme des Plans, Verteilung der Ueberschüsse.
2. Der Präsident stellt fest, daß, nachdem verschiedene
 Fragen über die Anwendung des Plans
des Pariser Sachverständigenausschusses vom
7. Juni 1929, entsprechend den als Anlage I, II, 1
und IV?) beigefügten Schriftstücken, in ihren
großen Linien geregelt worden sind, alle auf der
Konferenz durch Delegierte vertretenen Regierungen
 den erwähnten Plan grundsätzlich angenommen
 haben.
Indessen haben einige Delegationen, indem sie
ihr Recht vorbehalten haben, den Plan endgültig
anzunehmen, zu einigen Punkten Bemerkungen
geltend gemacht, die der obenerwähnten grund-22)

 Anlage I enthält eine finanzielle Vereinbarung zwischen
 der Belgischen, Britischen, Französischen, Italienischen,
 Japanischen und der Deutschen Delegation — soweit
Deutschland beteiligt ist —, durch die eine Bestimmung über
die Verwendung der deutschen Zahlungen für die letzten fünf
Monate der 5. Annuität des Dawesplans und über eine Erhöhung
 des Großbritannischen Anteils an den Annuitäten des
Youngplans zu Lasten der Anteile Belgiens, Frankreichs und
Italiens getroffen, die ungeschützte Annuität (Abs, 89 des
Sachverständigenberichts) auf 612 Millionen Reichsmark
jährlich ausschließlich der jeweils für den Dienst der Deutschen
 Aeußeren Anleihe 1924 erforderlichen Beträge festgesetzt
 und der im Sachverständigenbericht nicht verteilte
Rest der ungeschützten Annuität Großbritannien und Japan
zugewiesen worden ist.
Anlage II trifft Bestimmungen über die Sachleistungen.
Anlage III regelt die Zahlungen während der Ueber.
gangsperiode.
Anlage IV befaßt sich mit der Aufbringung der Besatzungskosten
 für die Zeit vom 1. September 1929 bis zum
Ende der Besatzung. An diesen Kosten hat sich Deutschland
 mit 30 Millionen Reichsmark. zu beteiligen.