1. Akademisches Studium. Die Studierenden sind an n den Laboratorien der Anstalt oder in der Verder
 Landwirtschaftlichen Hochschule immatrikuliert. ;uchs- und Lehrbrauerei Arbeitsplätze belegt werden.
Für die Zulassung werden dieselben Vorbedingungen Den Absolventen der Anstalt steht eine Stellenwie
 von den anderen Abteilungen der Hochschule ge- vermittlung zur Verfügung.
stellt: mindestens Obersekundareife einer neunstufigen Als Dozenten sind an der Anstalt tätig die Herren:
höheren Lehranstalt oder das Abgangszeugnis eine! „of Dr. F. Hayduck, Prof. Dr. W. Windisch, Prof.
Realschule, resp. eine gleichwertige Vorbildung; 17 F_ Schönfeld, Dr. 0. Neumann, Dr. W. Rommel,
außerdem ist der Nachweis einer zweijährigen Praxis 9r. G. Bode, Dr. F. Stockhausen, Dr. jur. H. Schulzeim
 Brauerei- und Mälzereibetriebe zu erbringen. Das 3esse, Dipl.-Ing. H. Gesell, Dr. M. Philippe, G. Schön-Studium
 beginnt Anfang November mit einem bis ‘ld, Dipl.-Br.-Ing. M. Glaubitz, Regierungsbauetwa
 Mitte März sich erstreckenden Winterhalb- neister a. D. K. Müller, Dipl.-Ing. P. Kolbach, Dipl.-jahr;
 das Sommersemester beginnt Anfang Mai und 'ng. E. Rausch, Dr. H. Bausch, Dr. F. Windisch.
eudi gt Ende JR. ‚Es bestehen PS En TG: des Als periodische Veröffentlichungen der Anstalt er-AreiseieSiIRGE
 mit dem Ziele der Er ANSUNg S scheinen: Tageszeitung für Brauerei, Wochenschrift
Titels Braumeister und ein sechssemestriger mit %ir Brauerei. Jahrbuch der V.L.B
dem Ziele der Erlangung des staatlichen Diploms ; a De
als Brauerei-Ingenieur. Die Studierenden, die nach Die Bayerische Hochschule für Landwirtschaft und
den ersten drei Halbjahren ihre theoretische Aus- Brauerei in Weihenstephan
bildung zu beendigen wünschen, erlangen nach Be- —— im Verbande der Technischen Hochschule Münstehen
 einer mündlichen und experimentellen Ab- ‚hen — wurde in ihrer brautechnischen Abteilung im
schlußprüfung die Berechtigung zur Führung des lahre 1865 von Professor Dr. C. Lintner an der da-Titels
 Braumeister und zur Anleitung von Lehrlingen. naligen „Landw. Zentralschule“ begründet... 1895
Dieses Recht wird mit der Erreichung des 24. Lebens- vurde die „Landw. Zentralschule‘“ dann in die
jahres und bei Nachweis einer mindestens drei- Königlich bayerische Akademie für Landwirtschaft
jährigen Praxis nach beendeter Lehrzeit wirksam. nd Brauerei“ umgewandelt und ihr ein neues Statut
Der sechssemestrige Studiengang schließt mit einer egeben. Ende 1919 erfolgte die Erhebung zur Hochstaatlichen
 Prüfung ab, die gemäß der „Prüfungs- ‚chule, die 1925 eine eigene Hochschulverfassung erordnung
 für Brauerei-Ingenieure an der Landwirt- njelt, 1928 wurde die Hochschule Weihenstephan
schaftlichen Hochschule in Berlin“ vor einem unter mit der Jandwirtschaftlichen Abteilung der Techdem
 Vorsitz des Rektors stehenden Prüfungsaus- 1ischen Hochschule München zu einer „Landwirtschuß
 abgelegt wird. schaftlichen und brautechnischen Gesamtabteilung
2. Neben diesem akademischen Studium vermittelt ler Technischen Hochschule München‘ organisch
die Brauer-Lehranstalt dem praktischen Brauer, der vereinigt und führt seitdem die eingangs erwähnte
über eine gute Volksschulbildung und eine mindestens Bezeichnung.
dreijährige Praxis verfügt, die notwendigen fach- An der Spitze der Hochschule steht als derzeitiger
theoretischen Kenntnisse mit Einschluß der Betriebs- Curator Professor Dipl.-Ing. Th. Ganzenmüller, Vorkontrolle
 in einem Mitte Oktober beginnenden ;;tand der brautechnischen Abteilung ist Professor
fünfmonatigen Kursus. Über die mit Erfolg abgelegte Dr, H. Schnegg.,
Abschlußprüfung wird ein Zeugnis erteilt. Der Studiengang beginnt mit dem Wintersemester.
3. Je nach Bedarf finden außerdem kurze brau- Auf Grund entsprechender Prüfungen wird nach erund
 maschinentechnische, sowie Buchführungskurse Tfolgreichem viersemestrigen Studium der Titel
statt. Für Praktikantenkurse können monatsweise „staatlich geprüfter Braumeister“ und nach sechs-Die

 Bauerische Hochschule für Landwirtschaft und Brauerei in Weihenstephan