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Dr. H. Schulze-Besse, Berlin:

semestrigem Studium der Titel „staatlich geprüfter
Brauerei-Ingenieur‘‘ erworben. Für die Aufnahme
als Studierender werden verlangt der erfolgreiche
Besuch von mindestens sechs Klassen einer staatlichen
 oder staatlich anerkannten höheren Lehranstalt
 und eine mindestens dreijährige praktische
Tätigkeit in einer Brauerei.
An einschlägigen /nstifuten für die brautechnische
Abteilung bestehen das physikalische und chemische
Institut, das Institut für chemisch-technische Ana-Iyse,
 das gärungsphysiologische und das mechanischtechnische
 Institut, das volkswirtschaftliche Seminar,
die Versuchs- und Lehrbrauerei mit dem Labo--atorium
 zur „Förderung des Braugewerbes“ und
das Seminar für kaufmännische Betriebslehre, sowie
die nach Erwerbsgrundsätzen geführte, neuzeitlich
eingerichtete Bayerische Staatsbrauerei Weihenstephan.
 Außerhalb der Hochschulorganisation besteht
 in Weihenstepahn als eine Finrichtung des
Bayerischen Brauerbundes die „Landesbuchstelle für
3rauerei“,
Als Dozenten sind an der brautechnischen Abteiung
 tätig: Prof. Dr. B. Bleyer, Prof. Dr. J. Ecker,
Prof. Dr. J. Frank, Prof. Dipl.-Ing. Th. Ganzenmüller,
 Prof. Dr. H. Leberle, Prof. Dr. 0. Meindl,
Prof. Dr. H. Raum, Prof. Dipl.-Ing. Dr. W. Redenbacher,
 Prof. Dr. C. L. Sachs, Prof. Dr. H. Schnegg
and Prof, Dr. K. Trautwein.
Als Nachrichtenblatt für die Mitglieder des „Verbandes
 ehemaliger Weihenstephaner der Brauerabteilung
 E. V.“, der auch eine Stellenvermittlung
interhält, erscheint seit ihrer Begründung durch
K. Lense-München im Jahre 1924 die Vierteljahreszeitschrift
 „Der Weihenstephaner‘“. Sie bringt neben
den das Verbandsleben ‘ sowie die Hochschule
Weihenstephan betreffenden Mitteilungen fachwissenschaftliche
 Aufsätze von früheren Studierenden
und Professoren der Hochschule.
An der Hochschule besteht ferner
die Staatliche brautechnische Versuchsstation
Weihenstephan,
zine Gründung von Geheimrat Dr. H. Vogel, der sie
m Jahre 1884 in Memmingen ins Leben rief. Mit
seiner Berufung nach Weihenstephan im Jahre 1892
übersiedelte auch die Anstalt hierher und wurde 1922
vom bayerischen Staate als „Staatliche brautechnische
 Versuchsstation Weihenstephan“ übernommen.
Zweck und Aufgabe der Station sind: Untersuchung
 sämtlicher Brauerei-Roh- und -Hilfsstoffe,
-Zwischen- und -Abfallprodukte und -Fertigfabrikate,
sowie praktische Beratung von Brauereien und Mälzereien
 sowohl auf schriftlichem Wege als auch
lurch unmittelbaren Besuch .der Betriebe durch
säigene theoretisch und praktisch gebildete Reisepeamte,
 Alljährlich findet wenigstens ein sechstägiger
 Lehrkursus für Brauereibesitzer. Braumeister

ınd Angestellte von Brauereien und Mälzereien statt.
3esonders läßt sich die Versuchsstation die Beratung
ies Klein- und Mittel-Braugewerbes angelegen sein.
Die Leitung der Versuchsstation liegt in den Händen
ron Direktor J. Ernst, stellvertretender Vorstand ist
Jr. Wiegmann. Für die Mitglieder werden von der
Station die „Nachrichten der brautechnischen Versuchsstation
 Weihenstephan‘“ (Fortsetzung des
‚Bayer. Klein- und Mittelbrauer“) herausgegeben.

Die Wissenschaftliche Station tür Brauerei in
München (e. V.)
Ohlmüllerstr. 42a) wurde im Jahre 1876 auf An-'egung
 von Prof, Dr. C. Lintner durch einen Verein
ron Brauern im Anschluß an den 3. deutschen
3rauertag in Frankfurt a. M. begründet. Zum Vor-;tand
 wurde der jetzige Ehrenvorsitzende Geh. Komnerzienrat
 Dr.-Ing. e. h. Gabr. v. Sedlmayr gewählt.
Nach der Satzung ist der Zweck der Station der
\usbau der wissenschaftlichen Grundlagen des Brauvesens,
 sowie auch die Ausführung von Unter-‚suchungen
 von Rohstoffen, Hilfsstoffen und Erzeugıssen
 der Brauerei und Mälzerei, Prüfung und Vernittlung
 der in der Praxis. benutzten Instrumente
ınd Apparate, Ausführung von Betriebsrevisionen
ind Erstattung von Gutachten. Auch befaßt sich die
Station mit der Ausbildung von Praktikanten. Mit-‚lieder
 können Brauerei- und Miälzereifirmen,
Besitzer und -Leiter sein, ferner auch andere Firmen
‚nd Personen, insbesondere solche, die mit Braueeien
 als Lieferanten in Verbindung stehen oder Inter-‚ssenten
 an Brauereien, oder als verwandte Beriebe
 anzusehen sind, endlich auch Personen, welche
rüher von Brauereien oder Mälzereien Besitzer, oder
ın solchen beteiligt, oder in denselben tätig waren.
Sämtlichen Mitgliedern steht das Recht zu, die Staion
 zu den oben angeführten Zwecken, jedoch nur
‘ür sich und nicht für dritte, zu benutzen.
Die Verwaltungsangelegenheiten erledigen die Mitsliederversammlung,
 der erweiterte und der engere
\usschuß, der Vorstand und die Direktion. Dem
Vorstande gehören zur Zeit an: Kommerzienrat
7, Sedimayr-München, Vorsitzender, Kommerzienrat
Ir. O0. Jung-Mainz, 1. Stellvertreter, und Geh. Komnerzienrat
 A. Pschorr-München, 2. Stellvertreter.
Direktor der Station ist (seit 1921) Prof.
Ir. H. Lüers, stellv. Direktor H. Stadler. Die früheen
 wissenschaftlichen und geschäftsführenden Leiter
‚ind: 1876—1877 Dr. K. Reischauer, 1877—1901 Proessor
 L. Aubry, 1901—1914 Geh. Hofrat Prof.
Dr. C. J. Lintner, 1914—1918 Dr. G. Graf. 1918—1920
Prof. Dr. H. Will.
Es bestehen fünf Abteilungen: eine wissenschaftiche,
 eine chemische, eine physiologische, eine techsche
 und eine kaufmännische Abteilung. Die Mitrliederversammlungen
 finden alliährlich im Herhst