Senator a.D. G. Schurig, Bremen: I, 9. Die deutsche Bierausfuhr, .
Von besonderer Bedeutung ist, daß bei dem Über- er für den Absatz deutscher Biere in Frage komsee-Export,
 der zum größten Teil in Flaschenbier er- nenden Auslandsmärkte. Gerade auf dem Gebiete
folgt, die Kosten für Flaschen und Packmaterial eine :iner zuverlässigen und schnellen Berichterstattung
erhebliche Rolle spielen, die der deutschen Industrie iber die Entwicklungsmöglichkeiten deutscher Ausrestlos
 zugute kommen. juhr könnten die deutschen Auslandsvertretungen
Der Anteil des Faß- bzw. Flaschenbieres am nit ihren Erfahrungen und Kenntnissen die Export-Export
 verteilte sich wie folgt: orauereien noch tatkräftiger als bisher unterstützen,
wenngleich die Fortschritte auf dem Gebiete der amtlichen
 Berichterstattung in den letzten Jahren durchaus
 anerkannt werden sollen. Wichtig ist, daß auch
die auf Exportförderung gerichteten vielfachen Bestrebungen
 des Reichs nicht durch formalistische
ınd ausfuhrhemmende Maßnahmen nachgeordneter
Dienststellen in ihr Gegenteil umgewandelt werden.
Der Export deutschen Bieres ins Ausland hat
ine über das Wirtschaftliche hinausgehende Bejeutung.
 Deutsches Bier wirbt an fast allen
‚rößeren Handelsplätzen der Welt für die Güte
'eutscher Arbeit. Gerade Deutschland kann nach
einer langjährigen Absperrung vom Welthandel
ücht darauf verzichten, seinem Namen auf jede Art
vieder Geltung zu verschaffen. Die vielen Millionen
"laschen deutschen Bieres, die das „Made in Gernany‘“
 in alle Weltteile tragen und ihm auch in
ernsten 'Absatzgebieten Eingang verschaffen, beitzen
 eine Werbekraft für den deutschen Namen und
leutsche Erzeugnisse, deren Bedeutung nicht hoch
jenug veranschlagt werden kann. Damit dienen die
'eutschen Exportbrauereien auch der Förderung der
ür die Aktivierung der deutschen Handelsbilanz so
Iringlichen Hebung des‘ deutschen Gesamtexports
nd der Förderung der deutschen Allgemeinwirtchaft
 überhaupt. Möge den deutschen Exportrauereien
 trotz starken Wettbewerbs auf allen
lärkten, getragen von einer technisch und wirtchaftlich
 leistungsfähigen Inlands - Brauindustrie,
uch weiterhin dauernder Erfolg beschieden sein und
nöge das deutsche Exportbier, gestützt auf seinen
Neltruf, auch in Zukunft neue Freunde auf allen
\uslandsmärkten gewinnen.

Volkswirtschaftlich betrachtet, ist die Ausfuhr von
Flaschenbier deshalb von besonderer Bedeutung, als
auf den Wert des Bieres nur etwa ein Drittel des
Wertes der Gesamtausfuhr entfällt. Fin weiteres
Drittel machen die beim Flaschenbier in Frage
kommenden erheblichen Beträge für Löhne usw. aus,
ınd das restliche Drittel stellt den Wert der Flaschen
ınd des Verpackungsmaterials dar, in welchen naturzemäß
 wieder erhebliche Lohnbeträge enthalten sind.
Zweifellos könnte der Bierexport noch erheblich
gesteigert werden. Neben der Beseitigung von
Exporthemmungen, worauf neuerdings das Bestreben
 der Weltwirtschaftskonferenz, der Interaationalen
 Handelskammer und anderer internatioıaler
 Gremien gerichtet ist, bleibt erforderlich, daß
auch die amtlichen deutschen Stellen der deutschen
Bierausfuhr noch mehr als bisher ihre Aufmerksam-&lt;eit
 und Förderung zuteil werden lassen. Zwar wird
wie jedes Auslandsgeschäft auch die deutsche Bierausfuhr
 in erster Linie von der Initiative der Beteiligten
 abhängen. Aber die amtlichen Organe sind
in der Lage, weitgehende Hilfe zu leisten. Es wird
dabei weniger an unmittelbare staatliche Hilfe gedacht
 als vielmehr an die Unterstützung durch die
Auslandsvertretungen und durch die Beobachtung

Tandionq Priok, der Hafen von Ratavia mit Pieranlaae.