IL, 4. Der deutsche Hopfenbau.

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kurzen Abhandlung nicht
näher eingegangen werden
 kann. Die Ernte des
Hopifens erfolgte früher
efwa um den 20. August
herum, seit der Notwendigkeit
 der Peronosporabekämpfung
 hat sich jedoch
 im allgemeinen die
Reife des Hopfens um
etwa acht Tage hinausgeschoben.
 Die Pflücke
der Hopfenzapfen erfolgt
mittels Handarbeit, Sie
ist eine Saisonarbeit, zu
deren Bewältigung all-Äährlich
 zu Beginn der Hopfienernte Tausende von
Topfenflückern in die großen Hopfenanbaugebiete
ziehen. Die Hopfenernte nimmt je nach Ernteausfall
ınd Witterung 14 Tage bis 3 Wochen in Anspruch.
An’ der pazifischen Küste sollen seit neuester Zeit
sehr gut funktionierende Pflückmaschinen bei den
rroßen Hopfengütern in Verwendung sein. Die
&gt;flückarbeit dieser Maschine soll sauberer und
jesser als die Handpflücke sein. Eine Einführung
lieser Maschinen in den mitteleuropäischen Hopfen-‚jaugebieten
 ist jedoch bis jetzt daran gescheitert,
laß diese Maschine für die kleineren Hopfienbau-‚etriebe
 Mitteleuropas zu kostspielig ist. Über die
ängehende Behandlung, welche der frisch gepflückte
Aopfen, bis er verkaufsfertig ist, noch zu erfahren
ıat, darf ich auf das nachfolgende Kapitel von
Sommerzienrat M. Kirschner verweisen.
I. Produktionskosten des Hopfenbaues.
Die Produktionskostenberechnungen landwirtschaftlicher
 Erzeugnisse leiden bekanntlich sehr
larunter, daß zwischen den einzelnen Zweigen des
andwirtschaftlichen Betriebes innige organische
Nechselbeziehungen bestehen, die eine genaue Abeingeführte

 schiefe Aufleitung
 der Rebe scheint
sich allmählich als die
beste Anleitungsform
durchzusetzen. Als Vorzüge
 der Draht-(Gerüst-)
Anlagen gegenüber den
Stangenanlagen werden
angegeben:
Die Rebe klettert an
Spagat und Draht leichter
 und anfangs auch
rascher als an den Stangen.
 An letzteren müssen
 häufig die Reben
wiederholt angebunden
werden.
Die Stangen bieten verschiedenen
 Hopfenschädlingen günstigen Unterschlupf.
Daher leiden Stangenanlagen mehr unter tierischen
Schädlingen wie Gerüstanlagen.
Bei der Ernte der an Draht oder Spagat aufgeleiteten
Reben ist das Abschneiden derselben nicht notwendig.
Das heute unbedingt notwendige Bespritzen der Pflanzen
gegen parasitäre wie tierische Schädlinge läßt sich bei
Draht-. und Spagataufleitung leichter und besser durchführen
 als bei Stangenaufleitung,
53. Die Gerüstanlage ermöglicht die schiefe Aufleitung.
3. Die Gerüstanlagen kommen in Gegenden mit billigen
Stangenpreisen etwas, in solchen mit hohen Preisen
wesentlich billiger als Stangenanlagen.
Das alljährliche Herausnehmen und Setzen der Stangen
beansprucht mehr Zeit und ist viel kostspieliger als das
Werfen des Spagates oder Aufhängen der Steigdrähte.
Das alljährliche Brennen der Stangen zur Schädlingsbekämpfung
 ist umständlich und verlangt viel Zeit.
Die Stangen nützen sich sehr rasch ab. Damit ist die Aufleithöhe
 innerhalb einer Anlage nach einigen Jahren schon
sehr verschieden und der Pflanzenwuchs sehr ungleich.
Außer den genannten Arbeiten erfordert die
Hopfenkultur, die ja als eine der arbeitsintensivsten
Kulturen anzusprechen ist, noch eine Reihe von
Pflegemaßnahmen, wie z.B. Schädlings- und Krankheitsbekämpfung,
 Verbesserung der Bodenbeschaffenheit
 durch Hacken, Unkrautvertilgung, Ausgeizen,
d.h. Entfernen der überflüssigen unteren Seitentriebe
und Blätter. Düngung usw... auf die im Rahmen dieser

Tovfenbau ums Jahr 1700.

&amp;

Honfengerüstanlage in der Hallertaut.

Hopfenpflücken in der Hallertau.