Kommerzienrat Max Kirschner, Tegernsee:
and die darauf aufzubauenden Schlußfolgerungen zu us der Bayerischen Landesanstalt für Pflanzenbau
ergänzen. Man gelangte allerdings auch hierbei im ind Pflanzenschutz“ von Dr. Zattler dargestellt.
Anfang zu oft recht sonderbar anmutenden Ergeb- Praktisch wichtig sind besonders die Ergebnisse, die
nissen. So wurde die früher übliche Überschätzung ei der Untersuchung der Inkubationszeit gewonnen
des Gehaltes an Bitterstoffen dahin berichtigt, daß vurden. Diese beträgt, wie auch diesjährige Verler
 Bitterstoffgehalt für die Qualitätsbestimmung :uche bestätigten, für die Blätter der Hopfenpflanze
zwar sehr wichtig, aber keineswegs ausschlaggebend neist etwa drei bis vier Tage, für die kranken Seitensei.
 Andererseits wurden die Analytiker dahin belehrt, riebe zehn bis zwölf Tage. Auf Grund der kurzen
daß die Hopfenöle, die schon der Praktiker bisher als ı1kubationszeit und wegen des raschen, ständigen
maßgebend für das Aroma und den Brauwert an- WVachsens der Hopfenpflanze sind daher für die
erkannte, erheblich wichtiger seien als die Analytiker ’eronosporabekämpfung mehr Bespritzungen ervorher
 glaubten. orderlich als im Weinbau, Zusammen mit dem
Fs besteht nun sowohl in Deutschland als in der (iederschlagsreichtum in den Hopfenbaugebieten er-Tschechoslowakei
 eine Anzahl von Instituten und :ibt sich daraus auch, daß genaue Angaben über die
Einrichtungen, deren Untersuchungen sich parallel pritztermine nicht gegeben werden können; jedoch
4m die Erforschung dieser Fragen bemühen und es :onnten brauchbare und nützliche allgemeine Richtist
 zu hoffen, daß damit nicht nur für die Brau- inien hierfür ausgearbeitet und der Praxis in Flugindustrie,
 sondern auch für die Landwirtschaft sehr ılättern zugänglich gemacht werden.
wichtige und entscheidende Ergebnisse gewonnen Die Bayerische Landesorganisation für Pflanzenwerden.
 In Deutschland, speziell in. Bayern bewegen :chufz im Hopfenbau, welche sich aus der Hopfensich
 die hierfür geschaffenen Einrichtungen teils in orschungsstelle als Zentralstelle, aus den etwa
Richtung der Landwirtschaft, teils in der Richtung j0 Landwirtschaftsstellen der Hopfenbaugebiete und
der analytischen Chemie und der praktischen Brau- m ersten Jahre aus rund 500 Vertrauensleuten zuversuche.
 Durch Beschluß des Bayerischen Landtags ‚ammensetzte, hat zur Aufklärung über die Hopfenvom
 15. Dezember 1926 wurde die Gründung einer rankheiten und zur Förderung ihrer Bekämpfung
Hopfenforschungsstelle an der Bayerischen Landes- rfolgreich beigetragen. Über die praktische Ausanstalt
 für Pflanzenbau und Pflanzenschutz. Mün- wirkung dieser Organisation berichten Professor
chen, genehmigt. Ir. Korff und Dr. Zattler in zwei Aufsätzen in dem
Im Vollzug dieses Beschlusses: erließ das ıngeführten Heft. Die Hopfenforschungsstelle gibt
Bayerische Staatsministerium für Landwirtschaft am vährend der Vegetationszeit allmonatlich Frage-/.
 Januar 1927 unter anderem folgende Verfügung: ‚gen heraus, welche von einem Pflanzenschutz-„Zum
 Zwecke der praktischen Fördern den LO ONDANES calendarium begleitet sind, in welchem auf die in der
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m der machlaltigen Behringer TOP aigen Chsten Zeit zu erwartenden Krankleilen genan vSr-Zebieten
 wird: viesen wird und die erforderlichen Bekämpfungs-|.
 ein Landesinspektor für Hopfenbau im Hauptamt mit naßnahmen angegeben werden. Außerdem wird die
dem Dienstsitz in Weihenstephan aufgestellt, )raxis durch zahlreiche aktuelle Presseartikel aufeine
 Forschungs- und Beratungsstelle für Hopfenkrank- reklärt
heiten an der Landesanstalt für Pflanzenbau und eK1ATt. .
Pflanzenschutz in München errichtet.“ In beiden Jahren wurden Freiland- und Labora-Als
 weitere Richtlinien wurden für ‚Aie Hortentrs ehe oriumsversuche über die Wirkung der von der
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Ed le Elke limte an 20eets mugehutenen Enkimp/gsn ide durch-Xopfenbau
 aufgestellt: zeführt.
-_ Erteilung kostenfreier Auskunft in allen Fragen des Die Veröffentlichung über die Arbeiten des ab-Pflanzenschutzes
 im Hopfenbau, | aufenden Jahres befindet sich gegenwärtig in Be-Herausgabe
 von antklönsn den Schriften und Mitwirkung ırbeitung und wird Anfang nächsten Jahres er-Prüfung
 der einschlägigen chemischen und technischen ‚scheinen. Von der wissenschaftlichen Tätigkeit im
Hilfsmittel. . ahre 1928 sei erwähnt, daß vor allem groß ange-Die
 Hopfenforschungsstelle hat im Jahre 1927 mit egte, exakte Versuche durchgeführt wurden, welche
Beginn der Vegetationszeit ihre Tätigkeit gemäß der ich mit der Frnährungsphysiologie des Hopfens
zenannten Richtlinien aufgenommen. Über die bisher ‚efassen und die Zusammenhänge mit der Anfälligdurchgeführten
 Arbeiten und die dabei erzielten Er- eit gegen Krankheiten, besonders gegen die Peronozebnisse
 bringen deren amtliche Veröffentlichungen ;pora, klären sollen. Die Durchführung dieser Unter-Aufschluß.
 Besonders sei auf folgende Punkte ver- ;uchungen wird einen längeren Zeitraum beyiesen:
 ınspruchen.
Die Biologie des Peronosporapilzes konnte bereits , ,
m ersten Jahre sehr weitgehend geklärt werden und Kr ankheitserscheinungen des Hopfens,
wurde mit den für die Bekämpfung daraus hervor- Das starke Überwiegen von Krankheitserscheirehenden
 Gesichtspunkten in Heft 5 der „Arbeiten nungen im deutschen Hopfenbau, insbesondere der

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