II, 6. Die Biergewinnung vom Sudhaus bis zum Versand. 101
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auch die unter den Schlangen gelegenen Maische- :inwandfreie Erfolge erzielt werden, . da die Zuoder
 Würzeteile mit in die Kochzirkulation ein- ;ammensetzung und die Wirkungsweise des Hopfens
bezogen werden. Die rotierenden Dampfrohre an Aı1insichtlich seiner Bitter- und Gerbstoffe noch wenig
Stelle des Heizbodens gestatten höhere Dampf- rforscht ist und einer besseren Aufhellung durch
ädrucke, von denen solche bis zu 8 Atm. an- vissenschaftliche Arbeit bedarf, Aus denselben
gewendet werden; dabei erreicht man Dampf- ‘iründen sind auch die Anläufe zur Herstellung von
temperaturen von 174° C. Die Sftopfbuchsendichtung optfenextrakten mindestens als verfrüht zu bebeim
 Dampfeintritt macht manchmal Schwierig- zeichnen. Im Sudhaus selbst befinden sich noch die
keiten. Die Verdampfung in der Würzepfanne muß ?ührwerke und die Pumpen zur Bedienung der
mindestens 5 % des Pfanneninhaltes pro Stunde be- efäßinhalte. Man geht dabei immer mehr zur
tragen; wird das nicht erreicht, so liegen Pfannen- »Jektromotorischen Mechanisierung über, sucht jedoder
 Heizflächenfehler vor. ' vede Riemen und Transmissionen im Sudhaus zu
Das Feuer setzt also größere Heizflächen bei den vermeiden und beschränkt sich dort auf die not-Gefäßen
 voraus gegenüber dem Dampf, und wenn ab vendigsten Rohrleitungen. Die modernen Sudhäuser
und zu auch heute noch der Feuerkochung aben eine Höhe von 8—12 m; die Gefäße werden
Vorzüge für das Endprodukt in qualitativer Hin- on einem durchgehenden, gepflasterten, wassersicht
 zugesprochen werden, so steht doch iest, daß lichten Podest aus bedient, unter welchem sich ein
diese teilweise übertrieben werden und vor allem nur öllig abgetrennter Raum befindet, in dem alle
bei den Zweigefäße-Sudwerken zutreffen können, Mechanismen und Rohrleitungen einschließlich des
nämlich dort, wo die Würzepfanne auch als Maisch- Topfen-Monteijues untergebracht sind.
pfanne Benutzung findet. Die vom Feuer berührten Außerhalb des Sudhauses, aber bedienungs-Pfannenheizflächen
 wirken sich natürlich auf den gschnisch mit diesem verbunden, sind
Inhalt um so mehr aus, als größere Heizflächen auf
kleinere Inhaltseinheiten der Pfanne Finfluß haben.
Wenn entschieden werden soll, ob man die Maischpfanne
 oder die Würzepfanne allein mit Feuer bedienen
soll, so ist dabei von der in der Praxis erprobten Tatsache
 auszugehen, daß bei der Maischpfanne die Auswirkung
 der Feuerkochung eine intensivere ist, da
die Flüssigkeitsmengen geringer sind und die Konzentration
 des Inhaltes eine größere ist, denn die
Würzepfanne enthält Würze von 12% B, die
Maischepfanne dagegen Maische von 20—25 % B-Extraktgehalt.
 Diese umstrittene Frage beantwortet
sich aber namentlich in größeren Betrieben von selbst
zugunsten der Dampfbeheizung, weil diese viel
sauberer, leichter und besser mechanisierbar und viel
sicherer und einfacher ist bei Einstellung und Einhaltung
 der den Maischprozeß beherrschenden außerordentlich
 wichtigen Temperaturen innerhalb der
Maische. Man steht heute auf dem Standpunkt, daß
der durch Keimung und Darren bestimmte Typ des
Malzes auch die erstrebten Biertypen entscheidender
beeinflußt, als die Sudhauseinrichtung als solche. Im
Sudhaus selbst befindet sich als Ergänzungsgefäß nur
noch der „Hopfenseiher“, welcher den beim Abschluß
des Sudprozesses ausgekochten Hopfen zurückhält.
Das geschieht durch eingelegte gelochte Bleche in
einem eisernen runden oder viereckigen Gefäß, das
zuweilen mit einer Vorrichtung zum Auspressen oder
Auslaugen der Hopfentreber verbunden ist. Größere
Betriebe verwenden ein hermetisch verschließbares
Gefäß, das „Montejues“, das nicht nur den Hopfen
zurückhält, sondern auch durch Unterdrucksetzen die
Hopfentreber hinaus auf den Wagen befördert.
Zuweilen wird auch ein besonderes Gefäß zum Entlaugen
 des Hopfens verwendet wobei nicht immer

die Kalt-, Warm- und Heißwasser-Reservoire.
Die Anwärmung des Wassers geschieht in Sudverken
 mit Feuerkochung dadurch, daß man die
'hnehin noch sehr heißen Abgase des Feuers hinter
ıen Pfannen nicht gleich direkt in den Schornstein
zitet, sondern noch vorher um oder indirekt durch
lie Wasservorwärmer führt oder eine aus und zu
lem Warmwassergefäß zirkulierende Warmwassersitung
 dicht hinter der Feuerungstüre einbaut.
"umeist aber geschieht das Anwärmen des Wassers
ntweder indirekt durch den Auspuffdampf der
Aaschine oder in größeren Brauereien in der Regel
lurch Ausnutzung der Kondensationswärme, wobei
nan kostenlos praktisch 45°C warmes Wasser
‚rhält, das evtl. indirekt mittels Zwischendampf oder
ischdampf auf notwendige 80° C gebracht wird.
In Aufnahme kommen auch .die sogenannten
‚Wrasen-Vorwärmer“, welche über dem Sudhaus in
ler Nähe des Dunstschlotes der Kochpfannen in der
Veise aufgestellt sind, daß ein Ventilator den heißen
‚unst der Pfanne über ein von kaltem Brunnenwasser
urchflossenes Röhrensystem bläst, wobei das
Vasser angewärmt wird. Weiter oben tritt der
nınst über einer geschlossenen Klappe wieder in das
hunstrohr ein, soweit er nicht niedergeschlagen ist.
Äan gewinnt auf diese Weise von jedem verdampften
lektoliter Würze — nur das Wasser verdampft, ohne
ixtraktteile mitzunehmen — etwa sechs Hektoliter
NVasser von 70°C. Diese Wrasenwärmeausnutzung
st besonders dann empfehlenswert, wenn statt
)ampfkraft bezogener elektrischer Strom verwendet
vird, wobei es immer an Wärme mangelt. Das
Condensat selbst zum Brauen zu verwenden in der
Neise, daß man durch Verschneiden desselben z. B.