IL, 6. Die Biergewinnung vom Sudhaus bis zum Versand.
zleichmäßig verteilt. Letzteres hat den Vorteil, daß
lie Luft in kühlem vorgetrockneten Zustand eintritt,
yährend sie im anderen Falle durch die Kühlrohre im
järkeller erst aufgetrocknet werden muß, indem sich
lie feuchte Luft als Reif auf die Kühlrohre niederchlägt.
 Sämtliche Leitungen für Bier, Wasser, Lult,
iektrischen Strom usw. laufen unter der Podestidecke
atlang und sind im Gärkeller selbst nicht sichtbar.
ie Gefäße sind mit „Kühlern‘“ aus verzinntem Kupfer
‚usgestattet, welche über ersteren frei schweben
zönnen, also auf den Borden der Gefäße nicht aufuliegen
 brauchen, und diese Kühler besitzen
degulierhähne, um den Gefäßinhalt auf eine gewisse
zorgeschriebene Temperatur einzustellen und zu erıalten.
 Die Seitenwände des Gärkellers sowohl wie
lie Außenwände der Gefäße werden vorteilthaft mit
‚glasierten Steinen“ verkleidet, was die Reinhaltung
vesentlich erleichtert und sehr ästhetisch wirkt.
Nun zu den Gefäßen selbst: Wählt man
große Gärgefäße,
'o kommen nur solche aus „Zement“, „emailliertem
itahl“ oder aus „Aluminium“ zur Zeit in Betracht.
Bier und Zement dürfen direkt nicht zusammenrebracht
 werden, sie ruinieren sich gegenseitig; daıer
 muß der „Zementbeton“ oder das „Zementmauerverk“
 auf der inneren Seite mit einer säure- und
ukalifesten Immunisierschicht ausgekleidet werden,
-alche beide feindlichen Stoffe gegeneinander
»hützt. Das ist in den letzten Jahren ziemlich vollammen
 gelungen, und viele solche Gefäße sind schon
n der Praxis eingeführt. Störend wirkt nur die
unkle Farbe, welche das Licht nicht reflektiert und
ventuelle Fehler in dem immerhin weichen und daher
mpfindlichen Überzug schwerer erkennen läßt.
”ommen Verletzungen oder sonstige kleinere Zertörungen
 vor, so sind sie mit der „heißen Flamme“
ber unschwer in Ordnung zu bringen. Zement-‚efäße
 können in beliebiger Größe hergestellt werden,
ıoch muß man die „Höhe der Bierschicht“ respekieren,
 die höchstens 1,8 bis 2 m betragen darf, um
järungsstörungen zu vermeiden. Nicht unerwähnt
arf bleiben, daß Zementgefäße einen festen Bestandej]l
 des Baues darstellen und mithin nicht nur nicht
om Ort geschafft werden können, sondern vielmehr
ei beschlossener Entfernung wertlos sind und noch
bendrein Kosten bei der Zertrümmerung verırsachen.
 Die „Immunisierungsmasse“ ist gegen
3ier vollkommen indifferent und besteht aus zumeist
‚eheimgehaltenen Mischungen von pech- und
‚araffinartigen Stoffen; dieses sind die in der Anchaffung
 billigsten Großgärgefäße,
Weiterhin sind Gärgefäße aus „emailliertem Stahl“
jelfach in Aufnahme gekommen. Dieselben sind in
ier Form und im Inhalt abhängig von den Öfen, in
ienen das ganze Gefäß innen zweimal mit Emaille
iberzogen wird. d. h. mit einer weißen, grauen oder

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wassers erfolgt die Abkühlung der herunterrieselnden
Würze etwa von 50°C bis 16°C, um dann in der
unteren Zone auf die geforderten 5°C herunterzukommen.
 Oben befindet sich die Verteilungs-, unten
lie Sammelmulde. Die Apparate sind aus Kupfer; die
Verzinnung ist zwecklos, da dieselbe bei häufigem
Reinigen rasch abgescheuert wird. Bei unreiner
Außenluft werden ebenso wie auf den Kühlschiffen
„Luftfilter“, z.B. in den Fenstern eingebaut, verwendet.
 Der abgesetzte Trub wird mittels Pumpe
durch die „Filterpresse“ gedrückt und abgekühlt der
Gesamtwürze beigemischt.
In möglichst kurzer Leitung mit dauerndem Gefälle
jließt die auf 5°C abgekühlte Würze in den direkt
darunterlierenden

Gärkeller,
wo sich die sogenannte „Hauptgärung‘“ vollzieht.
Der Gärkeller ist in einfacherer Weise ein etwa 4 bis
3 m hoher Raum, in dem die hölzernen, zumeist
runden eichenen Bottiche auf mehr oder weniger
hohen eisernen Ständern oder Mauersockeln mittels
Trägerunterlage aufgestellt und aneinandergereiht
werden. Die „Bottiche aus Holz“ haben zumeist Inhalte
 von 30 bis 60 Hektoliter; es kommen aber auch
vereinzelt viereckige mit etwa 200 Hektoliter und
darüber vor. In neuerer Zeit werden die Gärgefäße
nicht mehr aus Holz hergestellt, was sich zunächst
schon infolge der hohen Holzpreise rechtfertigt, aber
auch aus dem Grunde, weil das pflanzliche Holzprodukt
 allen möglichen Infektionskeimen Unterschlupf
 und Nährboden verschafft. Die Säuberung
macht im Keller sehr viel Arbeit und Umstände.
Weiterhin sucht man größere Gefäße anzuwenden,
um weniger Reinigungsoberfläche zu haben und um
an Bierverlusten (Bierschwund) zu sparen, um ferner
die gesamte Anlage übersichtlicher zu gestalten und
die Arbeiten auf das nötigste einzuschränken. Solche
Gefäße sind standfest, bleiben immer im Keller, bedürfen
 nicht der jährlichen Sonderreinigung, des
Auskellerns, des Austrocknens und Lackierens.
Der „moderne Gärkeller“ hat eine Raumhöhe von
annähernd 6 m und in demselben stehen die Gefäße
so hoch, daß ein wasserdichtes gepflastertes „Bedienungspodest‘“
 in den Gängen zwischengeschaltet
werden kann, unter welchem annähernd 2 m Kopfhöhe
und über welchem etwa 3,5 m Raumhöhe bis zur
Decke verbleiben. Über den Gängen an der Decke
befinden sich die aufgehängten notwendigen Kühlrohre,
 die von Salzwasser von minus 6°C durch-Älossen
 werden, da die Luft im Gärkeller auf plus
5 bis 6° C gehalten werden muß, oder aber es wird
neben dem Gärkeller in einem abgeschlossenen Raum
durch ein Kühlrohrsystem mittels Ventilators Luft
zur Abkühlung geblasen und diese abgekühlte Luft in
Rohren oder Schächten dicht unter oder dicht
über der Gärkellerdecke auf den ganzen Raum