IL, 6. Die Biergewinnung vom Sudhaus bis zum Versand.
nn SEE

115
ım das Produkt dauernd konkurrenzfähig zu erhalten
nd die Wirtschaftlichkeit nicht zu kurz kommen zu
assen, läßt sich sehr wohl ahnen, aber im Rahmen
lieser Ausführungen nicht schildern. Der verantvortliche
 technische Leiter wird immer eingedenk
jein müssen, daß die Würze einen gesunden Nährı‚oden
 für die so wichtige Lebenstätigkeit der Hefe
larbieten soll und daß die Würze und das werdende
3ier, rings umgeben von dauernden Infektionssefahren,
 genügend Widerstandskraft haben müssen,
ım sich feindlichen Angrifien fremder, feindlicher
ebewesen widersetzen zu können, ähnlich wie der
Aediziner dies auch von seinem Patienten erwartet
ınd wie er bestrebt sein muß, dessen Widerstands-'raft
 zu unterstützen. Wir brauchen also zusammen-‚efaßt
 in großen Zügen: ein typisches Malz, einen
zorrekt durchgeführten Sudprozeß, eine möglichst
rollkommene Trubabscheidung, eine gesunde in-'ektionsfireie
 Hauptgärung und genügend Zeit zur
rollen Ausreifung des Bieres auf einem recht kühlen
„ager. Die Erfahrung des technischen Leiters kann
icht groß genug sein, und dieser pflegt sich außerdem
leshalb auch die bisherigen fruchtbaren wissenschaftichen
 Forschungen und Erkenntnisse dauernd dienstjar
 zu machen. Die Wissenschaft hat für uns Großes
zeleistet, allein sie ist uns trotzdem noch vieles
schuldig. Aber ihr unermüdliches Streben nach Licht
vird sicher noch vieles mit der Zeit aufhellen und
ıns herausführen aus dem Dunkel mancher Unsicherıeiten
 und Unklarheiten, die bis jetzt nur „erfühlt‘“
ınd ‚ertastet‘“ werden können.

hergestellt wird, daß der „Porzellankopf“, der mit
ainem Gummiring versehen ist, mittels Hebelwirkung
von Hand auf die Flaschenmündung fest aufgepreßt
wird, oder die Verschlüsse werden für sich
mechanisch auf die Flaschenmündung aufgebracht,
worauf die Flasche mittels besonderer Apparate
mechanisch dicht verschlossen wird. Am geeignetsten
hat sich hierzu der „Kronenkorkverschluß“ erwiesen,
der auf der ganzen Welt starke Verbreitung gefunden
hat. Die Flaschen haben einen „Wulst am Rand der
Mündung‘‘; die in die „Kapsel“ eingelegte „Korkscheibe“
 wird zuerst mechanisch dicht aufgepreßt
und dann wird dieser Wulst krallenartig umfaßt, so
daß die Aufpressung bestehen bleibt. Andere Verschlüsse,
 wie der „Schraubenverschluß‘“ und auch der
sogenannte „Helaverschluß‘“, haben ‚sich nicht durchsetzen
 können, bei letzterem, da Flaschendichtungen,
herbeigeführt durch „Außenanpressung“ mit gummiertem
 Aluminiummetall, nicht frei von sogenannten
„Versagern“ sind, die unbedingt vermieden werden
müssen.
Im Sinne gemeinverständlicher Darstellung und
unter Vermeidung des Eingehens auf allzu brau- und
maschinentechnische oder theoretische Details haben
wir den Sudprozeß, die Hauptgärung, die Lagerung
und Ausreifung des Bieres bis zur Konsumreife verfolgt.
 Was im Laboratorium geschieht und geschehen
 muß, um die Sicherheit des Betriebes zu verfolzen
 und zu überwachen, um dem technischen
Leiter die immerhin erhebliche Verantwortung zu erleichtern:
 was alles wahrgenommen werden muß.