48 II., 7 a. Bierfaßindustrie.
Yolzstärke erhalten. Ist dann noch die Fügemaschine inrichtung zum Innenhobeln die innere Verschönejassiert,
 die die Dauben an den Seiten so bearbeitet, "ung betreibt.
daß die Fugen genau radial stehen und die Dauben an Inzwischen sind die Böden aus dazu bestimmten
den beiden Enden schmäler als in der Mitte werden, 3odenstücken auf der Bodenabrichtmaschine abso
 ist zunächst die eigentliche Holzbearbeitung, aus- erichtet, auf der Fügemaschine gefügt, weiterhin
zenommen die der Böden, beendet. nit Dübeln verbunden, auf der Hobelmaschine glatt
Nunmehr werden in der Aufsatziorm die Dauben rehobelt, auf der Bodenrundschneidemaschine kreis-1ebeneinander
 gestellt und erhalten die Arbeitsreifen, und geschnitten und mit einem Kimmenprofil verlie
 zunächst den Rumpf nur lose zusammenhalten, :ehen. Die Böden werden in das Faß eingesetzt, und
denn das Faß wird jetzt zunächst im Faßdämpfer ge- iüieses kommt nunmehr in die Faßreifenauftreibecxocht.
 Dadurch wird erreicht, daß das Holz für die naschine, die mit nochmaligem hydraulischen Druck
weitere Bearbeitung biegsam wird. Dann werden lie inzwischen auf Spezialmaschinen hergestellten
lie Arbeitsreifen wieder gelöst und jede einzelne B3andeisenreifen fest auf das Faß auftreibt. ;
Daube kommt in die Daubenbiegemaschine, eine Nun schnell noch die Druckprobe und das Lackieren
sinnige Erfindung, die das noch nasse Holz schmieg- ler Faßköpfe je nach Wunsch schön rot, grün oder
sam in bauchige Form biegt und gleichzeitig in dieser lau und das Faß ist fertig.
7orm durch eiserne Klammern erhält. Nun wird das Die Faßindustrie ist ein Zweig der holz-7aß
 wieder in seinen Rumpf aufgesetzt, die.Klammern verarbeitenden Industrie und steht innerhalb dieser
werden abgeschlagen und es gelangt nach älterem olzverarbeitenden Industrie als maschinell hoch-Verfahren
 in die Arbeifsreifenanziehmaschine, die mntwickelt da; gegenüber anderen Zweigen der
ıber auch bereits mit starkem hydraulischen Druck lolzverarbeitung, insbesondere der bekannten Möbelarbeitet,
 nach neuerem Verfahren in die hydraulische adustrie, ersetzt die Maschine Tausende von
Dresse. Bei der Arbeitsreifenanziehmaschine drücken rbeitskräften, und sie. könnte in dieser Hinsicht
lie Greifarme der Maschine die Reifen nach dem och viel mehr tun, wenn es gelänge, den Bedarf in
Bauche des Fasses zu und pressen dadurch das Faß tärkerem Maße zu vereinheitlichen. Die früher
zusammen. Die hydraulische Presse preßt dagegen "om Verband der. Deutschen Faßfabriken herausäne
 vollständige Faßform und der gewaltige Druck ‚egebenen Listen zeigen eine Fülle verschiedener
wirkt sich hier also unmittelbar auf das Faß aus. jrößen, jeweils von 5 zu 5 Liter steigend, und jeder
Nachdem nunmehr die Faßbearbeitung des Z/ersuch, eine stärkere Vereinheitlichung und Ver-Rumpfes
 beendet ist, werden die Fässer über einem ingerung der Größen durchzuführen, scheiterte
»ffenen Feuer „gefeuert“, also auf dem schnellsten mmer wieder an den durch den verschiedenartigen
Wege wieder ausgetrocknet und gehen in die weitere bedarf bedingten Vorschriften der Brauereien. Als
3earbeitung. Zunächst werden die Köpfe in der ”erpackungsindustrie muß sich die Faßindustrie
Faßkrösemaschine bearbeitet, die die Gargel zum ‚iesem Bedarf anpassen, und es ist nicht möglich,
Finsetzen des Faßbodens herausarbeitet und gleich- er etwa wie bei anderen Bedarfsgegenständen
zeitig die Enden des Fasses sauber aushobelt sowie |urch Normung kurzerhand zu dekretieren. Es wird
lie Köpfe der Dauben weiter abschrägt. Sodann wird mmer oberstes Gesetz der Dienst am Kunden bleiben
das Spundloch ausgebohrt. Spezialmaschinen be- A1üssen. Dessen ungeachtet wird von der Maschinenhobeln
 danach das Faß von innen und außen tadellos ndustrie und den Faßfabrikanten eifrig daran geınd
 gleichmäßig. Als Neuerung wird das Innen- .rbeitet, die Fabrikation zu rationalisieren, aber auch
hobeln heute vielfach der doppelten Faßkopfüber- veiter zu verbessern, damit vermöge seiner hochstemmaschine
 zugeteilt, die sowohl. das Über- ualitativen Eigenschaft, insbesondere vermöge seiner
;stemmen, d. h. das Abschrägen der Daubenköpfe, wie Widerstandsfähigkeit das TransportfaBß aus Holz
auch das Glätten des Brahmschnittes und das Aus- seinen Platz behauptet, wie es ihn durch Jahrhunderte
jacken der Köpfe besorgt. während gleichzeitig eine 1indurch behauptet hat.