Oberingenieur W, Knüppel, Berlin:
wähnten Werke in den Stand, die größten Gefäße Hinsichtlich der Raumausnützung dürften die
lauernd wiederum mit widerstandsfähiger Emaille ‚Zeppelintanks“, D. R. P., als „non plus ultra“ anzuzu
 versehen. Gärbottiche, die von diesen Firmen ge- sprechen sein. Ob es sich nun um stehende oder
baut worden und über 20 Jahre in Betrieb sind, also iegende Konstruktion handelt, die einzelnen Zellen
ffene Emaillegefäße, die am meisten gefährdet sind, verden stets nahtlos geschweißt. Die Zahl der
waren dermaßen gut erhalten, daß man der Meinung \ufeinander- oder nebeneinandergestellten Zellen
sein konnte, völlig neue Gefäße vor sich zu haben. st praktisch unbeschränkt. Hinsichtlich der Ab-Nachdem
 die Tanks in der Kesselschmiede fertig- Nnessungen gilt das bei den gewöhnlichen Lagertanks
gestellt sind, werden sie im Innern mit Sandstrahl- ’emerkte. Die Benennung Zeppelintanks ist gewählt
zebläsen intensiv bearbeitet. Daraufhin erhalten sie Vorden auf Grund der Ähnlichkeit, die zufolge des
einen doppelten Fmailieüberzug, d. h. einen solchen :onkav-konvex Neben- oder Aufeinandermontierens
nit einer Grund- und einer Deckemaille von bläu- liese Tanks mit den Zellen der Zeppelinluftschiffe
licher, grauer bzw. grüner Farbe, je nach der Ge- ‚aben. Graf Zeppelin hat seinerzeit die ausdrückwohnheit
 des liefernden Werkes. Der Emailleüber- ıche Erlaubnis für die Benennung „Zeppelintank“
zug ist nur so stark, daß er den auf Temperatur- rteilt.
schwankungen beruhenden Materialdehnungen leicht Als Druckfestigkeit der Lagertanks kommt, ie
zu folgen vermag. Die Emaille ist frei von jeglichen ı1ach der Größe, eine solche von 0,75 bis 1 Atm. in
Farbstoffen und nur aus chemisch reinen Mineralien jetracht, Die Blechstärken schwanken zwischen
zusammengesetzt. Selbst nach hündertstündigem '—10 mm im Mantel und 9—15 mm in den Böden.
Kochen von 50prozentiger Schwefelsäure wird die Bei den Ringtanks wird eine ideale Dichtung ver-Emaille
 nicht angegriffen und bewahrt vollsten vendet. Die. Vorzüge dieser Konstruktion beruhen
Glanz. Für die Aufnahme von Bier ist die Glas- a der I-förmigen Zinnleiste, die ein gleichmäßiges
zmaille von unübertreffbarer, wirklich idealer \nziehen der Flanschen an beiden Enden sowie ein
Eignung. Hinzu kommt ihre Unempfindlichkeit gegen völlig glattes und dichtes Verstemmen im Innern er-Verschleiß
 aller Art sowie der Umstand, daß die nöglicht. Diese Dichtung wird vom FEisenwerk
Emaille sich ganz vortrefflich mit dem Stahl ver- Thale verwendet. Bei der Konstruktion der Pfaudlerbindet.
 So ist die Glasemaille die Seele der glas- verke ist der die Flanschen nach dem Innern abamaillierten
 Tanks. schließende Zinnstreifen so in Gummi eingebettet,
Die Ringausführung der Gärbottiche ist veraltet 1aß beim Anziehen der Flanschenschrauben die
und wird nur noch sehr selten angewendet. Im all- Charfen Kanten der Zinnleiste den vorher darüber
zemeinen werden die runden Gärbottiche in naht- inausragenden Gummistreifen automatisch abloser
 Ausführung mit einem lichten Durchmesser von Chneiden und so die Gewähr bieten, daß der Raum
300—3000 mm, von 50 zu 50 mm steigend, aus- inter der Zinnleiste vollständig ausgefüllt ist. Bei
geführt. Die Höhe kann bis zu dem brautechnisch eiden Konstruktionen kommt nur der etwa 5 mm
zulässigen Höchstmaß gewählt werden. Bei 3000 mm vreite Zinnstreifen mit dem Bier in Berührung.
lichtem Durchmesser und 2500 mm Höhe ist der In- \ußen werden die Tanks mit einer Rostschutzfarbe
halt etwa 180 hl. Auch die viereckige Form wird restrichen und erhalten durch die Brauerei nach ernahtlos
 geliefert. Ihre Abmessungen sind in der lgter Aufstellung noch einen weißen Lackanstrich.
Länge 1500—4000 mm, in der Breite 1500—2800 mm, Für die Konstruktion der Drucktanks in den
‚m Lichten von 50 zu 50 mm steigend. Der größte “laschenkellern gilt dasselbe wie für die Lagertanks.
[nhalt, bei einer Höhe von 2500 mm, ergibt sich zu Die Druckfestigkeit beträgt jedoch bis zu 6 Atm.
atwa 315 hl. Der Boden wird nach innen, die Wände je Gärbottiche erhalten kein Mannloch, da sie
werden nach außen gewölbt. Ebenfalls nahtlos wird ‚oo, oben bestiegen werden, während die Lagertanks
Jie ovale Form hergestellt, deren Abmessungen Von ‚ng Drucktanks ein solches mit einer Tür bekommen.
Fall zu Fall festgelegt werden können. Ihr Inhalt ;9 nötigen Armaturen werden für alle Tanks mitliegt
 auf der Mitte zwischen runder und viereckiger reliefert.
Form. ; . . Man setzt in den meisten Fällen die Tanks auf
_‚Stehend oder liegend, in Ring-, nahtloser Aus- ‚pera]] tragendes Mauerwerk, wodurch die Schönführung
 oder als Zeppelintanks werden die Lager- ‚eit der Keller in den Brauereien erhöht und die
anks hergestellt. Bei den erstgenannten betragen beinigung bedeutend erleichtert wird.  Liegende
Jie inneren Durchmesser 900—3000 mm und beträgt -nks werden auch in einer oder mehreren Etagen
die Breite der Ringe etwa 700—2000 mm. Dabei ist „‚osattelt. Die Sattlung erfolgt nicht immer auf den
die Länge der Tanks unbeschränkt. ‚sonst üblichen Trägergerüsten, sondern die oberen
Die lichten Durchmesser der nahtlosen Aus- "anks werden, um Träger zu sparen und der
führung sind 900—3100 mm, während die größte esseren Raumausnützung wegen, auf besonders
Länge augenblicklich mit 8500 gewählt werden kann. &lt;x&lt;onstruierte und unmittelbar auf den beiden Fnden