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Dr. Michael Horlacher, München:
A

Länder

Hopfenfläche
A
urchschn.
1927 | Durchsch

Y1opfenertra
Rn 1000 dz n E
Durchschn.
war | 1909/18

nländische Rohstoffgrundlage der Brauindustrie
lurch mögliche Vermeidung des Bezugs ausländischer
vohstoffe noch weiter verbreitert wird, so gehört
loch die Brauindustrie, im ganzen gesehen, zu den
&gt;innenwirtschaftlichen Gewerben, die nur
ıuf der Inlandswirtschaft sich aufbauen.
Und in der Tat gibt die Brauindustrie ihrer Ver-»undenheit
 mit der einheimischen Landwirtschaft
lurch mancherlei
Förderungsmaßnahmen
hrerseits beredten Ausdruck, So ist bei vielen Geegenheiten
 zum Ausdruck gekommen, daß die Brauıdustrie
 den Qualitätsgerstenbau und den Hopfenau
 fördern will. Ich darf hier nur erinnern an die
Jerstenschauen, die in Deutschland bei starker Förlerung
 von Brauereiseite stattfinden. So findet die
]ljährliche Moosburger Gersten- und Hopfenschau
a Oberbayern die besondere Beachtung auch seitens
ijies Bayerischen Brauerbuündes mit: Kömmerzienrat
Cirschner an der Spitze. Auch die Berliner Gerstenınd
 Hopfenausstellungen, durchgeführt von der
/ersuchs- und Lehranstalt für Brauerei in Berlin
n Verein mit den interessierten Kreisen, dienen der
ngen Zusammenarbeit zwischen Landwirtschaft und
jrauindustrie, Besonderes Augenmerk verwendet für
Örderung des heimischen Hopfenbaus die Hopfen-'‚ommission
 des Deutschen Brauer-Bundes unter dem
/orsitz von Kommerzienrat Kirschner.- Der wirkamen
 Bekämpfung der Hopfenperonospora gilt stete
emeinsame Arbeit von Brauindustrie und Landwirtchaft,
 Auch hat die Brauindustrie vollständig an
ier Seite der Landwirtschaft gestanden, als es galt,
as Hopfenprovenienzgesetz (Herkunftsbezeichnungs-‚esetz)
 zu schaffen, um den deutschen Qualitäts-‚opfenbau
 zu schützen und ihn auf die technische
löhe zu führen ‚und ihm die höchstmöglichen
\bsatzverhältnisse zu sichern. Aus dem von Kom-1erzienrat
 Kirschner .erstatteten Geschäftsbericht
les Vereins der‘ Brauereien des bayerischen Oberındes
 für 1928 dürften zur Frage der Förderung des
‘opfenbaus folgende Darlegungen interessieren:
„Daß die deutsche Brauindustrie aus sich heraus kein Opfer
cheut, um den Hopfenbau nicht mur rein agrartechnisch,
‚ondern auch nach seinen biologischen und biochemischen Beıärfnissen
 zu fördern, zeigen die im Verlaufe des Berichtsahres
 weiter geschaffenen bzw. durch die deutsche Brauıdustrie
 finanzierten Laboratoriumsversuche am der Hochchule
 für Landwirtschaft und Brauerei in Weihenstephan.
JIerr Prof. Dr. Otto Meindl an der Hochschule Weihenstephan
tatte auf meine Veranlassung in der Sitzung der Hopfen-:ommission
 vom 18, Februar einen ausführlichen Bericht über
len gegenwärtigen Stand der Hopfenforschung zu erstatten.
n diesem Bericht sollte er sich über eine Reihe von mir ge-;tellter
 Fragen, über die Bedeutung des Lupulins, der Lupulin-Irüsen,
 über die Wirkung der Gesamtbitterstoffe, der Weichınd
 Hartharze, über die Rolle des Hopfengerbstoffes und des
itherischen Öles im Sudprozeß äußern. Alle diese Fragen sind
segenwärtig vollständig im Fluß.“
In diesem Zusammenhang will ich auch die treffenlen
 Ausführungen Dr. Kuckucks in der Monatsausgabe
 für Ausland und Übersee des „Berliner

Deutsches Reich......
Belgien 20...........
England und Wales .,
Srankreich ..........
Jugoslawien ..........
CE N
Tschechoslowakei .....
Ver, Staat, v, Amerika, |

37,4.
31,8
49,8
2.1

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{1
334.3

Was nun den
Gesamtwert der Absatzbeziehungen der deutschen
Landwirtschaft zur Brauindustrie
anlangt, so handelt es sich hier um ganz bedeutende
Summen, die der Erhaltung unserer Inlandwirtschaft
zu dienen bestimmt sind. Dabei muß man aber nachdrücklich
 betonen, daß dieser Gesamtwert
sich in einzelnen Gebieten Deutschlandsbesonders
 konzentriert ausdrückt.
ich darf hier nur erinnern an die Ha uptsitze
desBraugerstenbauesunddesHopfenbaues
 in Deutschland. In diesen Gebieten
ist der Gesamtwert der Beziehungen zwischen Brauindustrie
 und Landwirtschaft ausschlaggebend für
die Erhaltung der bodenständigen, auf die Brauindustrie
 eingestellten landwirtschaftlichen Kultur
ınd darüber hinaus des dortigen Wirtschaftslebens.
Nach den Berechnungen des Deutschen Brauer-Bundes
 hat die deutsche Brauindustrie von der deutschen
 Landwirtschaft in den letzten Jahren je rund
13 Millionen Doppelzentner Gerste — das stimmt,
wenn man die Vorratskäufe noch mitberücksichtigt,
nit den obigen Berechnungen des Gesamtmalzverbrauchs
 überein — und rund 230000 Zentner
Hopfen abgenommen und ihr dafür rund eine halbe
Milliarde Reichsmark gezahlt, also eine beträchtliche
Summe, die bei den Gebieten, wo diese Summe hinzezahlt
 wurde, eine Lebensnotwendigkeit darstellt.
Jmgekehrt hat die Brauindustrie durch Abgabe von
Trebern, Malzkeimen und Futterhefe etwa 32 % ihres
Gerstenverbrauchs in Gestalt von Futtermitteln an
lie Landwirtschaft zurückgeliefert, und zwar nach
Vornahme einer Art Veredelungsprozesses, weil der
Futterwert dieser proteinreichen Substanzen erhebüch
 höherliegt, als der des entsprechenden Brauzerstengewichts.
 Ein Kilogramm Trockentreber erzeugt
 rund zwei Liter Milchwert; die deutschen
Brauereien haben mithin im Jahre 1927 durch Liefe-‘ung
 von rund 385000 Tonnen Trockentreber
der deutschen Ernährungswirtschaft mehr als
sieben Millionen Hektoliter Milch zur
Verfügung gestellt.
Die Brauindustrie ist meines Erachtens für viele
Gebiete der deutschen Wirtschaft
eine Schlüsselindustrie,
die der deutschen Landwirtschaft, dem deutschen
Gewerbe, Handwerk usw. dient. Wenn ich auch den
Wunsch hier ausspreche. daß die schon stfarbe